Mal Feinsinn, mal Keule

5.500 Narren beim Schongauer Gaudiwurm

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Gefeiert und gelacht wurde am Sonntag beim Schongauer Faschingsumzug in der Altstadt.
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Gefeiert und gelacht wurde am Sonntag beim Schongauer Faschingsumzug in der Altstadt.
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Gefeiert und gelacht wurde am Sonntag beim Schongauer Faschingsumzug in der Altstadt.

Schongau – Gehört die Hartwurst zu Schongau? Oder ist in der Lechstadt eine Salamisierung im Gange – droht sie, ihre kulinarische Identität zu verlieren? Diese und weitere Fragen griffen die Gruppen auf, die am Sonntag als Faschingsumzug für närrisches Treiben in der Altstadt sorgten. Mal subtil, mal deftig. Zur Freude der rund 5.500 Besucher, die bei bestem Wetter schunkelten, feierten und sich dem bunten Treiben hingaben.

Dass innerhalb der Stadtmauern weitgehend Ödland herrscht, was die zünftig-bayerische Küche angeht, nahm sich – na klar – die Junge Union zum Thema. „D’Essensauswahl in Schongau is riesengroß: Döner, Pizza oder Nudla mit Soß“, lautete einer ihrer Slogans. Was der selbsterklärte Leitkultur-Wächter Horst Seehofer kann, kann der christsoziale Lechstadt-Nachwuchs schon lange. Nur origineller.

Auch der Pusztabraten, als der der vormalige Zigeunerbraten in der Metzgerei Boneberger neuerdings firmiert, war wieder Zielscheibe eines Wagens. Dessen Belegschaft allerdings hatte sich in puncto Verpflegungs-Expertise ein Glaubwürdigkeitsproblem eingebrockt: Im Inneren stand ein Beck‘s-Tragerl. Gut, dass die JU davon nichts mitbekam.

Ein diesjähriger Faschingsdauerbrenner ist gleichfalls das „Dirty Diana“: Wie schon beim Nachtfaschingsumzug in Hohenfurch machte eine kopfüber an einer Stange turnende Gummipuppe darauf aufmerksam, dass der Schongauer Salome-Club eine Schwester-Bar in der Oberpfalz bekommt.

Ebenfalls schon bekannt, deshalb aber nicht minder aktuell, war der Beitrag der Faschingsgesellschaft Epfach, die ihre Sicht zum Bienen-Volksbegehren kundtat. Weniger politisch war der Wagen, der anlässlich des 95. Geburtstags der Walt Disney Company Erinnerungen an Kindheit-Kinobesuche wecken wollte.

Apropos Kino: Auf der Leinwand des Schongauer Filmtheaters flimmert es wieder. Weil sie befürchtete, dass das Kino-Comeback mangels entsprechender Öffentlichkeitsarbeit im Verborgenen bleiben könnte, nahm sich eine kreative Gruppe vorsorglich des Themas an. „Nein, ihr habt keinen Kater, in Schongau gibt’s wieder Filmtheater“, verlautbarten die Popcorn-Botschafter.

Ein Dauerbrenner ist dagegen der Rastafari-Bob der Cool Runnings – so auch in Schongau. Sportlich ging es auch bei den Fußball-Talenten zu, die unter den Augen des Bundes-Jogis ihre Bewerbung für die WM 2022 einreichten – samt eigenem mobilen Tor.

Insgesamt trugen knapp 30 Gruppen, darunter die Garden aus dem Schongauer Land, zu einem stimmungsvollen Umzug bei, bei dem alles friedlich blieb. Die Polizei meldete keine Vorkommnisse. Rund 5.500 Besucher – die meisten fantasievoll-lustig verkleidet, wie die selbsternannte Taubenwehr – freuten sich über warme Temperaturen, einen blauen Himmel und den Faschings-Höhepunkt in der Lechstadt.

Rasso Schorer

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