Getrennte Wege

Grüne gründen Ortsverband in Schongau

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Der Vorstand des neugegründeten Grünen-Ortsverbandes Schongau: Florian Bentenrieder, Anna und Philipp Kränsel (vorne, v. links) sowie Markus Keller, Andreas Hornsteiner und Bettina Buresch (hinten, v. links).

Schongau – Einen neuen Ortsverband heißen die Grünen im Landkreis vergangene Woche willkommen. Wie berichtet, gründete sich der OV Schongau. Mit dabei sind vor allem auch bekannte Gesichter aus den Reihen der Alternativen Liste Schongau (ALS). Die hingegen will nun zur Kommunalwahl 2020 mit eigenem Wahlvorschlag antreten.

Seit 1990 traten Alternative Liste Schongau und Bündnis 90/Die Grünen mit einem gemeinsamen Wahlvorschlag an. Diese Zeiten sind jetzt vorbei. Beide Gruppierungen – die ALS und der neugegründete Schongauer Grünen-Ortsverband – haben nun Wahlen durchgeführt. Zur neuen Vorsitzenden der ALS wurde Nina Konstantin bei der Jahreshauptversammlung gekürt. Ihr Vorgänger Andreas Hornsteiner stand für das Amt nicht mehr zur Verfügung, er ist nun in den Reihen des Grünen-Ortsverbandes zu finden. Neben ihm gehört auch die Noch-ALS-Stadträtin Bettina Buresch zu den Gründungsmitgliedern des Ortsverbandes.

„Ich mache seit Jahr und Tag grüne Politik“, hebt Bettina Buresch im Gespräch hervor. Früher hätte die ALS das „Grün“ wenigstens noch im Namen gehabt. Für sie war die Zeit jetzt reif, diese „vernünftige Entscheidung“ zu treffen, begründet sie. Immerhin sitze sie auch für die Grünen im Kreistag. Weiterhin will sie aber parteilos bleiben und weiterhin will sie bis zum Ende der Wahlperiode für die ALS im Stadtrat sitzen. Neben Buresch und Hornsteiner gehören Anna Kränsel, Florian Bentenrieder (beide Sprecher) und Philipp Kränsel (Schriftführer) sowie Markus Keller zu den Gründungsmitgliedern des Ortsverbandes.

„Wo Grün draufsteht, sollte auch Grün drin sein“, so auch das Argument der ALS, die bisher immer mit einem gemeinsamen Wahlvorschlag ALS/Grüne angetreten war. Anfang des Jahres habe man daher beschlossen, in die Kommunalwahl 2020 nicht mehr mit einem gemeinsamen Wahlvorschlag, sondern erstmals nur unter dem Namen Alternative Liste Schongau zu gehen, berichtet Nina Konstantin. Die Neugründung eines grünen Ortsverbandes in der Lechstadt am vergangenen Donnerstag ändere an dieser Entscheidung nichts, so die neue Vorsitzende.

Im Jahr 1990 waren Grüne und ALS erstmals gemeinsam in Schongau angetreten. Siegfried Müller erhielt damals die meisten Stimmen und zog in den Stadtrat ein. Bald darauf löste sich der – damals noch bestehende – grüne Ortsverband auf. Trotzdem gab es weiterhin den gemeinsamen Wahlvorschlag. Das ändert sich nun, wenn die beiden Gruppierungen getrennt in die kommenden Wahlen gehen.

Die ALS werde sich auch künftig für eine rein themen- und sachorientierte Stadtpolitik einsetzen und dabei gerne auch mit anderen Gruppierungen und Parteien zusammenarbeiten, lässt Konstantin wissen. Um einen neuen eigenen Wahlvorschlag stellen zu können, braucht die ALS allerdings zunächst die Unterschrift von 180 Schongauer Wahlberechtigten. 

kb

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