Schongauer Grundschüler starten Unterschriftenaktion

Rettet die Tiermosaike!

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Die sechs Grundschüler und ihre Lehrerin Irmgard Schreiber-Buhl bei der Übergabe der Unterschriften an Bürgermeister Falk Sluyterman. Links Bauamtsmitarbeiter Sebastian Dietrich.

Schongau– Insgesamt acht verschiedene Tierfamilien zieren die Wände des Südpavillons der Schongauer Grundschule. Mit dem nahenden Abriss des Baus könnten die über 60 Jahre alten Kunstwerke jedoch bald Geschichte sein. Damit es nicht soweit kommt, haben Schüler der Klasse 3e Unterschriften für einen Erhalt der Mosaike gesammelt. Am Dienstag übergaben sie die Liste an Bürgermeister Falk Sluyterman.

Die Idee zur Unterschriftenaktion ist im Rahmen des Deutschunterrichts entstanden. „Wir wollten eine Wandzeitung erstellen“, erklärte Lehrerin Irmgard Schreiber-Buhl, die die Kinder ins Rathaus begleitet hatte. Dabei sei man auf das Thema Tierbilder gestoßen und dass es schade wäre, wenn diese mit dem Abriss des Südpavillons für immer verschwinden würden.

Schnell war der Plan gefasst, sich für den Erhalt der Kunstwerke einzusetzen, ihnen als Kunst am Bau einen Platz im Neubau zu sichern. Die Schüler zogen mit ihrer Idee von Klasse zu Klasse und fanden viele Unterstützer. Insgesamt 343 Unterschriften konnten sie nun dem Bürgermeister übergeben – ein deutliches Zeichen.

Vom Stadtoberhaupt gab es denn auch ein großes Lob. „Es ist toll, wie ihr euch dafür einsetzt“, sagte Sluyterman, der den Schülern allerdings nicht versprechen konnte, dass ihr Wunsch in Erfüllung gehen wird.

Denn die über 60 Jahre alten Tierbilder hängen nicht einfach an der Wand, sondern sind aufgetupft, was eine Rettung kompliziert und dementsprechend teuer machen könnte. „Wir werden uns aber damit auseinandersetzen und untersuchen, was möglich ist“, versprach Bauamtsmitarbeiter Sebastian Dietrich, der selbst einst als Schüler die Grundschule besuchte und die Bitte deshalb gut nachvollziehen kann.

Er regte auch gleich an, das Thema im Rahmen des Tags der offenen Tür aufzugreifen, der zum Ende des Schuljahrs vor dem Beginn der Abrissarbeiten geplant ist. Tatsächlich sei bereits eine Ausstellung in Planung, um die Geschichte der Mosaike aufzuarbeiten, verriet Schreiber-Buhl.

Bis dahin, so hofft die Lehrkraft, werde man auch das Geheimnis um den Namen des Künstlers lüften, der die Bilder Anfang der 1950-er Jahre geschaffen habe. Alle diesbezüglichen Nachforschungen im Schul- und Stadtarchiv seien bislang leider ergebnislos verlaufen, so die Lehrerin. Man sei deshalb über jeden Hinweis froh.

Christoph Peters

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