Schongauer SPD irritiert mit Forderung nach Rampe in der Lechvorstadt

Schon längst beschlossen

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Die Schongauer SPD-Stadträte auf der Treppe von der Lechvorstadt zum Lechufer, wo eine Rampe für Radler eingebaut werden soll: (v. li. o.) Peter Huber, Ilona Böse, Stefan Konrad; (u.) Barbara Karg, Friedrich Zeller und Daniel Blum.

Schongau – In einer Pressemitteilung fordert die Schongauer SPD, in der Lechvorstadt an der Treppe zum Lech eine Rampe für Radler zu installieren, um so die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Der Vorstoß verwundert, denn den Beschluss dazu hat der Stadtrat längst gefasst.

 „Das halte ich für völlig unkompliziert“, wird Stadträtin Barbara Karg in der Pressemitteilung der Sozialdemokraten zitiert. „ Die Radler könnten auf einer Rampe ihr Rad auf den Weg am Lech schieben und dann weiter Richtung Lechuferstraße fahren.“ Anschließend erinnert die SPD an die Vorgeschichte.

Vor wenigen Jahren sei der Ledererbach in der Lechvorstadt neu gestaltet und dabei zwischen der Lechvorstadt und dem tiefer liegenden Lech eine Treppe neu errichtet worden. Aber offensichtlich hätten die Planer damals die Radler vergessen. Wer rauf oder runter wolle, müsse sein Fahrrad tragen, kritisieren die Sozialdemokraten. Das stelle gerade ältere Bürger und für Schüler vor Probleme. „Kinder aus der Rösenau werden also die Lechvorstadt bis zum Lechwirt vorfahren und dann geneigt sein, die Bahnhofsstraße an dieser gefährlichen Stelle zu kreuzen.“

In den Augen der Fraktionsvorsitzenden Ilona Böse wäre es deshalb klüger, die Schüler mit ihrem Rad die Treppe herunter an den Lechweg zu führen. „Von dort können die Schülerinnen und Schüler völlig gefahrlos zum Schulzentrum fahren, weil sie unter der Bahnhofstraße und unter der Eisenbahn geführt werden. Das ist die optimale Route,“ teilt Böse mit.

Der Aufwand dafür wäre gering, wenn die Stadt parallel zur Treppe eine Rampe zum Schieben der Fahrräder installieren würde. Ganz nach dem Motto: kleine Maßnahme, große Wirkung.

Doch halt: Hat der Stadtrat nicht eben jene Verbesserung längst beschlossen, als es 2014 um die Verkehrsanbindung der Lechvorstadt ging?

Tatsächlich bestätigt dies eine Nachfrage im Stadtbauamt. Am 25. Februar 2014 habe das Gremium unter anderem entschieden, den Lechuferweg zu asphaltieren, zu beleuchten und eine Absturzsicherung zu installieren, teilt Martin Blockhaus mit. Ebenfalls sei damals beschlossen worden, an der Treppenanlage eine Rampe für Kinderwagen und Fahrräder zu bauen – also genau das, was die SPD jetzt fordert.

Bis auf die Rampe seien die genannten Verbesserungsvorschläge bereits 2014 umgesetzt worden, erklärt der Stadtbauamtsmitarbeiter. „Der Planungsauftrag für die weiteren Verbesserungen – Querungshilfen und Rampe – ist bereits erteilt. Die Maßnahmen sollen nach erfolgter Abstimmung mit den Grundstückseigentümern, dem Bauamt Weilheim sowie der Regierung von Oberbayern 2016 umgesetzt werden.“ Eine weitere Behandlung im Stadtrat und Bauausschuss werde im Frühjahr 2016 erfolgen. Blockhaus: „Natürlich nehmen wir den Antrag der SPD zum Anlass, mit Nachdruck an der Umsetzung zu arbeiten.“

Christoph Peters

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