"Standsicherheits-Defizit"

Schongauer Stadtrat stimmt Lechberg-Sanierung zu

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Gehen die Arbeiten los, dürfte der Lechberg knapp einen Monat lang für den Verkehr gesperrt sein.

Schongau – Die Nächste, bitte! Peu à peu werden die Straßen in Schongau auf Vordermann gebracht, nun ist der Lechberg fällig. Bei seiner jüngsten Sitzung am Dienstag stimmte der Stadtrat einstimmig einer Sanierungsvariante zu, die inklusive 34 Meter langer Sicherung des Hangs und Ertüchtigung der Fahrbahn rund 570.000 Euro kosten dürfte.

Drei bis vier Wochen sei die Straße aufgrund der Arbeiten mit schwerem Gerät dann für den Verkehr dicht, rechnete Holger Theisen vom Ingenieurbüro Schneider & Theisen aus Sont­hofen vor; auf drei bis vier Monate belaufe sich die gesamte Bauzeit. Eine „aufgelöste Bohrpfahlwand aus vertikalen Großbohrpfählen mit Ortbetonkopfbalken“ schien dem Fachmann die geeignetste Lösung, um für Stabilität zu sorgen. Der Stadtrat schloss sich dem an.

Auslöser für die Maßnahme ist – neben dem altersbedingt schlechten Zustand der Straße als solche – dass 2014/15 Risse in der Fahrbahnoberfläche festgestellt wurden, die aus Hebungen im Untergrund resultieren. Verschlimmert habe sich die Situation eingehenden Untersuchungen zufolge seitdem zwar nicht, diese ergab aber: Geologie, Bewuchs und möglicherweise auch der Vorgänger der jetzigen Kanalisation, der dort seit mehr als 100 Jahren und mittlerweile ungenutzt liegt, machen Stabilisierungen ratsam. Vor allem im unteren Teil herrsche ein „Standsicherheits-Defizit“.

Aus dem Gremium kam der Wunsch, im Zuge der Arbeiten eine sichere Querungsmöglichkeit für Fußgänger zu schaffen. Paul Huber und Michael Eberle (beide CSU) regten eine Harmonisierung des unteren Straßenverlaufs an. Beides wird geprüft.

In Hinblick auf die Verlässlichkeit der veranschlagten Summe gab Theisen an, „ein sehr gutes Gefühl“ zu haben, das Preisniveau steige aber rasant.

ras

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