Neuer Liegeplatz mit flacher Hangneigung

Schongauer Lechfloß liegt im Trockenen

Das Floß liegt im Trockenen. Bei den Arbeiten Hand angelegt haben die Floßführer Sigi Schmid, Alois Sporrer und Thomas Eimer.
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Das Floß liegt im Trockenen. Bei den Arbeiten Hand angelegt haben die Floßführer Sigi Schmid, Alois Sporrer und Thomas Eimer.

Schongau – Ende September hat das Lechfloß das letzte Mal von seinem Liegeplatz nahe dem Bootshaus abgelegt und seinen Steuerkurs Richtung Rossau eingenommen. Damit waren 53 Fahrten in diesem Jahr abgehakt, 1.466 Gäste kamen in den Genuss, sich auf eine besondere Wasserexkursion entführen zu lassen.

Für diese Saison habe die Floßführer ihre Fahrten also beendet, was nicht heißt, dass sie ihre Hände in den Schoß legen konnten. Eine weitere und knifflige Aufgabe wartete auf das Team von Alois Sporrer, bei dem die Fäden für das beliebte Wasserfahrzeug zusammenlaufen. Das gute Stück musste aus dem Wasser gezogen, Motor und andere Teile eingelagert werden. Ein Kraftakt, bei dem nochmals kräftig angepackt werden musste.

Eine Lagebesprechung im Vorfeld, ob es nicht einen anderen Liegeplatz für die Wintermonate gebe. Immer wieder kam in der Vergangenheit Kritik von einer Gruppe „Freunde des Lido“, denen genau dieses Plätzchen so wertvoll ist. Also wurden verschiedene Alternativen geprüft. Nicht von Alois Sporrer und seinen Floßführern alleine. Der „Kapitän“ holte sich fachkundige Berater mit ins Boot.

In Absprache mit Geschäftsführer, fachkompetenten Vertretern der Stadtverwaltung und zuständigen Stadträten kam man nach Prüfung von drei möglichen Varianten in Sachen Liegeplatz zum Entschluss, den neuen Platz nahezu am alten zu lassen. Obwohl nur einige Meter entfernt, entschied man sich für diesen Liegeplatz mit wesentlichen Vorteilen. Man rückte zirka acht Meter in Richtung Bootshaus, dazu über eine Bootsbreite in Richtung Wasser. Genau an dieser Stelle ist die Neigung der Wiese sehr flach, außerdem liegt ein großer Teil des Floßes auf der Kiesbank, der Rest auf einem Teil der Wiese, der mit Gestrüpp bewachsen war und nicht als Liegefläche diente.

Die Wahl ist gut getroffen. Das bestätigt auch Simpert Christa, der für das Herausziehen des Floßes zuständig ist. Mit zwei Bulldogs und guter Vorbereitung der Anbringung der Stahlseile dauerte es keine zwei Stunden, das Floß auf seine Winterposition zu ziehen.

Die an dieser Stelle flache Hangneigung hat ein gleichmäßiges Gleiten des Floßes über die Balkenrutsche ermöglicht. Die Liegewiese bleibt jetzt verschont.

Hans-Helmut Herold

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