Schongauer Marienplatz

Aufwertung für eine Zukunft ohne Autos

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Bevor der Marienplatz autofrei wird, soll er für eine höhere Aufenthaltsqualität umgestaltet werden.

Schongau – Seitdem der Schongauer Stadtrat im April mit einer wegweisenden Entscheidung den Weg für eine Fußgängerzone freigemacht hat, ist es still um das Projekt geworden. Stillstand herrscht deswegen laut Bürgermeister Falk Sluyterman aber nicht. Auch in Sachen City-Manager gibt es Neuigkeiten.

Die Pressemitteilung, die Landtagsabgeordneter Harald Kühn am 21. Mai verschickte, ließ aufhorchen. Darin teilte er freudig mit, dass die Stadt Schongau für die Neugestaltung des Marienplatzes zum Fußgängerbereich eine Förderung in Höhe von 420000 Euro erhalte. 

Dort zeigte man sich allerdings überrascht über die vermeintlich gute Nachricht. „Wir haben noch gar keinen Förderantrag gestellt“, sagte Bürgermeister Falk Sluyterman auf Nachfrage des Kreisboten. Derzeit sei der Planer damit beschäftigt, ein erstes Konzept für die städetbauliche Aufwertung zu erarbeiten, dass dann Ende Juli den Bürgern präsentiert werden soll. 

Deren Ideen sollen anschließend in die Planung eingearbeitet werden, welche schließlich der Stadtrat endgültig beschließen muss. Erst danach könne man eine Förderung beantragen und die Arbeiten ausschreiben. 

Schon jetzt sagen kann Sluyterman, dass der Geldsegen deutlich geringer ausfallen wird als die von Kühn kolportierte Zahl. Der Grund dafür ist, dass sich die Kosten für die Aufwertung laut dem Bürgermeister wohl auf nur rund 300000 Euro belaufen werden. Bei einem Fördersatz von 60 Prozent würde die Stadt von der Regierung von Oberbayern so gut 180000 Euro bekommen. 

Dass man überhaupt schon Ende Juli ein Konzept präsentieren kann, liegt daran, dass die Stadt die Planung nicht neu ausschreiben musste, sondern das Planungsbüro beauftragen konnte, welches derzeit die Umgestaltung der Münz- und Weinstraße vorbereitet. Sluyterman geht davon aus, dass die Umgestaltung des Marienplatzes bis zum kommenden Frühjahr abgeschlossen sein wird. 

Erst danach soll die Fußgängerzone umgesetzt werden, wie sie der Stadtrat im April beschlossen hat. Damals hatte sich das Gremium bekanntlich für das sogenannte Konzept 5 entschieden. An dem will Sluyterman nicht mehr rütteln. „Das liegt in der Schublade und ist bereits gut untersucht worden.“ Gleiches gelte für das neue Parkraumkonzept, das dann ebenfalls in Kraft treten soll. 

Bis dahin dürfte auch der neue City-Manager in Amt und Würden sein. Laut dem Bürgermeister sind bei der Stadt rund 30 Bewerbungen für die nun höher dotierte Stelle eingegangen. Noch vor der Sommerpause soll die Entscheidung fallen, welcher Kandidat zum Zug kommt.

chpe

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