Nur noch Restarbeiten

Ende der Baustelle am Mühlkanal noch im Dezember

Mühlkanalbrücke Schongau Fertigstellung
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Die Mühlkanalbrücke an sich ist fertig. Es stehen lediglich noch einige Restarbeiten und der Rückbau der Fußgängerbrücke an.

Schongau – Fast kann man es gar nicht glauben: Die Baustelle an der Mühlkanalbrücke wird bald Geschichte sein. Nur noch einige Restarbeiten stehen an, welche noch vor Weihnachten beendet sein werden, so hofft man im zuständigen Staatlichen Bauamt Weilheim.

Sie war die Großbaustelle in der Lechstadt: In den vergangenen drei Jahre hat sie immer wieder zu Verkehrsbehinderungen und langen Staus geführt – und durch immer wieder auftretende Pannen für Gesprächsstoff.

Zu Jahresbeginn 2018 wurde die Behelfsbrücke über den Kanal errichtet. Über sie sollte der Verkehr einspurig rollen, während die Bestandsbrücke auf einer Seite erneuert wird. Doch dann trat bereits das erste Problem auf: Die Zufahrt zur Behelfsbrücke ist zu schmal, so dass Busse und Lkw hier nicht durch kommen. Es muss nachgebessert werden.

Die nächste Verzögerung folgte bereits im Sommer 2018. Im Kanal wurde Weltkriegsmunition entdeckt, die zum Teil gesprengt werden muss. Doch der Kanal ist voll damit. Ein Bagger kommt nachts zum Einsatz, der den Baustellenbereich frei räumen soll.

Im November schließlich folgt ein Fehler der Baufirma. Beim Ausbetonieren eines Brückenpfeilers zerbricht ein Fertigbetonteil. Der Pfeiler muss daraufhin abgeschnitten und neu betoniert werden.

Alles in allem habe das den Zeitplan um rund acht Monate zurückgeworfen, sagt German Abenthum vom Staatlichen Bauamt. Nun stehen aber nur noch Restarbeiten an. Dazu gehört, dass die Fußgängerbrücke Ende des Monats abgebaut werden soll. Die Baustelleneinrichtung muss danach ebenfalls rückgebaut und der Bereich renaturiert werden. Abenthum rechnet damit, dass die Restarbeiten bis Mitte Dezember abgeschlossen werden können. „Natürlich ist das wetterabhängig“, sagt der Mitarbeiter im Bauamt und verweist auch darauf, dass viele Firmen vor Weihnachten viel zu tun hätten.

Eine Einschränkung haben die Verkehrsteilnehmer aber nicht mehr zu erwarten. „Eventuell noch einmal kurzzeitig“, schränkt German Abenthum ein. Wenn die Fußgängerbrücke abgebaut ist und auf Lkw verladen werden muss, könne es noch zu kurzfristigen Sperrungen kommen.

Die Kosten für das Mammutprojekt habe man „nur geringfügig“ überzogen, so der Bauamtsmitarbeiter auf Nachfrage. Ursprünglich waren für das Projekt bekanntlich rund 6,2 Millionen Euro veranschlagt. Eine endgültige Summe steht derzeit noch nicht fest. Es handele sich aber in etwa um fünf bis zehn Prozent Mehrkosten, so Abenthum.

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