Erfreuliche Zahlen

Plantsch-Jahr besser als erwartet

+
Spaß im Plantsch haben seine Gäste. Spaß am Plantsch hatte der Stadtrat bei seiner jüngsten Sitzung: Besucherzuspruch und wirtschaftliche Kennzahlen waren 2018 noch besser als vorab erwartet.

Schongau – Einiges Lob hat sich Geschäftsführer Andreas Kosian bei der jüngsten Stadtratssitzung stellvertretend für das Plantsch-Team abholen dürfen. Das Kommunalunternehmen fuhr laut seinem Jahresabschluss 2018 das bislang beste Geschäftsjahr seiner Geschichte ein. Mit 232.829 Gästen waren die Besucherzahl erfreulich, mit 70 Prozent der Aufwanddeckungsgrad so hoch wie nie. 176.375 Euro bedeuten ein historisch niedriges Betriebskostendefizit.

Der Jahresabschluss 2018 zeige erneut das volle, positive Ausmaß der gelungenen Investition in den Ausbau der Sauna, ist Kosian überzeugt. Diese legte in puncto Besucherzahlen nochmals um fünf Prozent, hinsichtlich des Umsatzes um 6,5 Prozent zu. Der Gesamtbetrieb kam sogar auf ein um 13 Prozent gestiegenes Besucheraufkommen, das eine Umsatzsteigerung von 4,3 Prozent mit sich brachte.

Damit ging auch ein vergleichsweise niedriges Betriebskostendefizit von 176.375 Euro einher. Ursprünglich war man für 2018 von 1.037.490 Euro Gesamtjahresfehlbetrag ausgegangen, tatsächlich waren es 836.383 Euro. Der Aufwandsdeckungsgrad betrug 70 Prozent. Er lag damit in der Spitzengruppe der Vergleichsbäder, so Kosian. „Angefangen haben wir mal mit 45 Prozent“ – und das sei seinerzeit schon eine der vergleichsweise besseren Marken gewesen.

"Kuriose Situation"

Abzustimmen hatte der Stadtrat am Dienstag vergangener Woche darüber, ob dem Plantsch weitere 27.383 Euro ausbezahlt werden sollten. Der Betrag entspricht der Differenz aus tatsächlichem Jahresdefizit und bereits erfolgter Auszahlung. „Eine kuriose Situation – es lief besser als erwartet und wir brauchen dennoch Geld“, fand Kosian, der aber aufklären konnte: Weil die Liquidität außerordentlich gut war, musste das Plantsch die Quartalszahlungen nicht in vollem Ausmaß abrufen. Die Erstattung sei nun notwendig, damit sich kein negatives Eigenkapital in der Bilanz ergibt. Der Stadtrat folgte dem einstimmig.

Dass es derart gut um die Liquidität steht, führte Kosian auf „enorme Kundenvorauszahlungen“ in die Geldwertkarten des Plantsch zurück. Man habe sogar Kredite außerplanmäßig tilgen und somit Zinskosten sparen können.

Sinnvoll investiert

Auf den eingeschlagenen guten Weg „können wir alle stolz sein“, befand SPD-Fraktionssprecherin Ilona Böse. „Eine gute Sache, so intensiv in die Sauna zu investieren“, lobte Kornelia Funke (CSU). Bürgermeister Falk Sluyterman gewann dem florierenden Plantsch noch einen weiteren Vorteil ab. Als Stadt gelte es, für Fachkräfte attraktiv zu sein. „Das Plantsch trägt dazu bei.“ 

ras

Heimat ist unsere Stärke: Besuchen Sie den Kreisboten Schongau auch auf FACEBOOK.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Neueröffnung in Schongau: Elfhundert Quadratmeter Leidenschaft für Sport
Neueröffnung in Schongau: Elfhundert Quadratmeter Leidenschaft für Sport
Alkohol am Steuer: 19-Jähriger landet auf dem Bernbeurer Dorfbrunnen
Alkohol am Steuer: 19-Jähriger landet auf dem Bernbeurer Dorfbrunnen
An Rock‘n‘Roll, Museum, Veteranen und Altenpflege-Helfer
An Rock‘n‘Roll, Museum, Veteranen und Altenpflege-Helfer

Kommentare