»Keine konkrete Öffnungsperspektive«

Schongauer Plantsch: Öffnung nicht vor Juni

Die Türen des Schongauer Plantsch bleiben noch weiter geschlossen. Sie werden sich wohl auch nicht vor Juni wieder für Besucher öffnen.
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Die Türen des Schongauer Plantsch bleiben noch weiter geschlossen. Sie werden sich wohl auch nicht vor Juni wieder für Besucher öffnen.

Schongau – Die aktuellen Meldungen aus der bayerischen Staatskanzlei nähren die Hoffnung, alle Freibäder in Bayern könnten am 21. Mai ihre Pforten öffnen (wir berichteten). Leider müsse diese Hoffnung aufgrund einiger gewichtiger Gründe zumindest für das Schongauer Plantsch relativiert werden, so Geschäftsführer Andreas Kosian.

Das derzeitige Pendeln der Inzidenz um die „100er“-Marke erlaube noch keine wirkliche Sicherheit für eine nachhaltige Öffnung, so Kosian. „Für kleine, reine Freibäder mag es ein einfach vertretbares Problem sein, wenige Tage nach der Öffnung wieder schließen zu müssen. Für eine große Anlage wie dem Plantsch würde ein solches Szenario jedoch gewaltige zusätzliche Verluste verursachen.“

Als zweiten Punkt nennt Kosian: Die aktuellen Aussagen zu den – so wörtlich – „strengen Auflagen“ lassen noch nicht erkennen, ob das Plantsch diese Auflagen überhaupt erfüllen kann. Beispielsweise müssen für den Freibadbetrieb zwingend die Räumlichkeiten Umkleiden, Duschen und Kassenzone genutzt werden. Ist diese Nutzung nicht gestattet, scheidet eine Öffnung automatisch für das Plantsch aus, da wegen der Bautätigkeit im Bereich der Reifenrutsche weder die Freibadumkleiden noch die alte Freibadkasse oder die Toiletten im Freibad genutzt werden können.

Hinzu kommt, dass die alleinige Zulassung des Freibadbetriebes im Plantsch nur mit großem Aufwand möglich sei. Das Plantsch sei daraufhin ausgelegt, immer den Hallenbetrieb zu fahren und saisonal zusätzlich die Freibecken hinzuzunutzen. Umgekehrt sei dies praktisch kaum oder nur mit hohem Aufwand und unter haftungsrechtlichen Bedenken möglich, begründet Kosian weiter. Beispielsweise müssten in der aktuellen Lage die Innenbecken mit bis zu vier Metern Tiefe so gesichert werden, dass die Verkehrssicherungspflichten erfüllt werden, – „ein kostspieliges Unterfangen“.

Die letztwöchigen Aussagen sehen vor, dass ein System zur Buchung von Zeitslots vorhanden sein muss. Ein Zeitslotsystem verursacht neben enormen Kosten (für wenige Wochen Nutzungszeitraum) auch das Problem, dass stets zum Belegungswechsel alle Gäste auf einmal am selben Fleck stehen. Alleine schon aus diesem Grund seien die meisten Betreiber letztes Jahr nach kurzer Nutzung solcher Systeme wieder davon abgekommen.

Als letzten Punkt führt Kosian an, dass nach den umfangreichen Umbauten an Filter- und Badewassertechnik das Plantsch dieses Mal statt der sonst üblichen 14 Tage zum Hochfahren der Badetechnik drei Wochen benötige. „Alleine deshalb ist eine Öffnung vor Juni nicht möglich, selbst wenn die obigen Probleme gegenstandslos wären“, so der Plantsch-Chef.

Eine Inbetriebnahme des Saunalandes wäre gegebenenfalls nach zwei bis drei Tagen Vorlauf möglich, – leider habe sich dahingehend die Landesregierung noch nicht zu einer Öffnungsperspektive geäußert. „Daher gibt es für das Plantsch leider bis auf weiteres keine konkrete Öffnungsperspektive.“

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