Römische Erlebniswelt

Saunaland-Umbauarbeiten im Schongauer Plantsch sind abgeschlossen

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Geschäftsführer Andreas Kosian (links) und Bürgermeister Falk Sluyterman schlagen symbolisch den Gong für den ersten Aufguss.

Schongau – Seit wenigen Tagen ist der Erneuerungsumbau im Altbau des Saunalands im „Plantsch“ abgeschlossen. Zur Wintersaison öffnet das „Cubiculum“ seine Pforten und bietet den Besuchern hochwertig ausgestattete Räume im Konzept einer Biosauna. 75.000 Euro wurden investiert und das Ergebnis kann sich sehen lassen.

72 Prozent von 503 Saunastammkunden sprachen sich in einer Umfrage dafür aus, die beiden Kabinen zu einer größeren zusammenzulegen und das Betriebskonzept des stark nachgefragten „Tepidarium“ mit mittlerer Temperatur und hoher Luftfeuchtigkeit zu verwirklichen. Im Zuge der alljährlichen Revisionsarbeiten konnten die Umbauten durchgeführt werden.

„Jetzt sieht es hier endlich so aus, wie ich mir das vor 15 Jahren vorgestellt habe“, sagt Plantsch-Geschäftsführer Andreas Kosian, dessen Vertrag gerade um fünf Jahre bis 2024 verlängert wurde. Innerhalb von rund einem Jahr konnten seine Ideen umgesetzt werden und der Kostenrahmen wurde dabei nicht überschritten.

Ein Heer von Handwerkern aus Schongau, Altenstadt und Peiting legte Hand an, um die notwendigen Veränderungen termingerecht durchzuführen. Das „Cubiculum“ orientiert sich an römischer Architektur und steht frei übersetzt für den „Nebenraum eines Atriums in einer römischen Villa“.

„Mancher mag die Gestaltung ein wenig kitschig finden, aber es geht hier auch darum, dass die Menschen für ein paar Stunden dem Alltag entfliehen wollen“, erklärt Kosian und zeigt auf Details, wie eine Mosaik-Windrose, die sich überall im Via-Claudia-Konzept finden lassen.

Falk Sluyterman, Bürgermeister von Schongau und Verwaltungsratsvorsitzender des KU Plantsch, ist jedenfalls hellauf begeistert: „Andreas Kosian ist ein Glücksfall für das Plantsch und er konnte mit seinen Ideen nicht nur mich und den Verwaltungsrat, sondern schließlich auch den Stadtrat überzeugen. Wir haben Geld investiert, um mehr Geld zu verdienen.“

Mit dem Betrieb der Badeanstalt könne kein Gewinn erzielt werden, erklärt Kosian, nur der Saunabetrieb sei profitabel und gleiche das Defizit somit wieder aus. Er spielt den Ball zurück: „Seit Herr Sluyterman sich im Verwaltungsrat mit unseren Problemen und Nöten befasst, nimmt die Entwicklung hier wirklich Fahrt auf.“

Neben der Materialauswahl wie Altholz und Natursteinen, wurde das Cubiculum mit einem neuen Ofen ausgestattet, der zweimal pro Stunde einen automatischen Aufguss mit Duftstoff durchführt. Wechselndes farbiges Licht sorgt für Ambiente. Ein Flötenspielwerk sorgt mit klassischer Musik zu jeder vollen Stunde für akustische Untermalung und drei Gongschläge werden darauf aufmerksam machen, dass der große Erlebnis-Aufguss ansteht.

Ein Kuriosum ist die neue Uhr, die nicht mit Zeigern operiert, sondern auf „Kölsch“ kommuniziert, denn diese Mundart aus dem Rheinland sei nah am Latein, erläutert Kosian grinsend. Die ersten Gäste waren amüsiert und studierten Zeitangaben wie „Evvens wor et Veedel noh Nüng“ („Eben war es Viertel nach Neun“) mit großer Heiterkeit.

Der Crusheisbrunnen wurde neu verkleidet, ein beleuchteter Glasfelsen über dem Dampfauslass eingesetzt und LED-Technik bietet die entsprechende Optik. Die Besucher des Saunalands können sich auf optische und technische Neuerungen freuen. Da geht fast unter, dass auch die Badewelt komplett neu geweißelt wurde.

All die Verschönerungen und Neuerungen sollen allerdings nicht zu einem Anstieg der Preisgestaltung führen. Kosian versichert, dass das Saunaland für alle Bürger von Schongau und aus dem Umland erschwinglich bleiben solle und nicht für die „oberen Zehntausend“ konzipiert wurde.

„Ich möchte mich bei allen Handwerkern und Mitarbeitern des Plantsch für ihren überdurchschnittlichen Einsatz bedanken“, sagt Andreas Kosian abschließend. „Unser besonderer Dank geht an die Firma Hoerbiger, die uns zahlreiche EDV-Geräte gespendet hat.“ Das Plantsch scheint für die kommende Wintersaison bestens gerüstet.

edl

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