Größere Anschaffung im Schongauer Schwimmbad

Neue Rutsche fürs Plantsch – nur wann?

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Der Auslauf der Plantsch-Rutsche ist undicht und macht in Bälde eine Sanierung im Keller notwendig. Die rasante Wasser-Gaudi in der alten Rutsche trübt das aber nicht.

Schongau – Das Schongauer Plantsch braucht im Lauf der nächsten Jahre eine neue Rutsche. Günstig wäre es, diese Arbeiten gleichzeitig mit einer anstehenden Sanierungsmaßnahme über die Bühne zu bringen. Doch wann genau ist es soweit? Der Kreisbote hat sich mit Vorstand Andreas Kosian unterhalten.

Rund 4.000 Mal stürzen sich Badende im Plantsch an gut besuchten Sonntagen die große Röhrenrutsche in dem Schongauer Schwimmbad hinab. Seit 2001 steht diese dort – für ihre Zunft eine schon relativ betagte Dame. Denn üblicherweise sehen vergleichbare Rutschen nach zehn bis 15 Jahren ihrem Ende entgegen. Das Plantsch-Urgestein ist allerdings noch vergleichsweise ordentlich in Schuss, auch wenn sich die optischen Makel häufen und der Zahn der Zeit zu einem immer schneller fortschreitenden Verfall führt.

Doch die Gründe, warum Plantsch-Chef Kosian im Sommer 2017 im Gespräch mit dem Kreisboten die Anschaffung einer neuen Rutsche für sinnvoll hielt, reichten weiter. Denn dringlicher als der Ersatz des in die Jahre gekommenen Publikum-Magneten war und ist die Sanierung seines Auslauf-Bereichs. Dieser ist undicht. Weil deshalb chlorhaltiges Wasser in den Keller tropft, nehmen technische Anlagen, der Betonboden und tragende Säulen Schaden.

Sinnvoll, so Kosian im Jahr 2017, sei es deshalb, im Zuge der ohnehin anstehenden Auslauf- und Kellersanierungen auch die Erneuerung der Rutsche in Angriff zu nehmen. Er hinterlegte damals beim Verwaltungsrat die Empfehlung, die Rutsche bis 2020 zu erneuern; bei nicht länger aufschiebbarer Sanierung der Kellerstatik früher. Sogar das Jahr 2018 war für die Keller- und Auslauf-Reparatur schon einmal im Gespräch. „Der Zeitpunkt für die politische Willensbildung ist da“, sagte der Plantsch-Chef seinerzeit.

Heute ist Kosian diesbezüglich guter Dinge. Zwar gebe es noch keinen entsprechenden Beschluss, doch das Bewusstsein, dass eine Rutsche wichtiger Bestandteil des Schongauer Bades ist, sei bei den Entscheidungsträgern seiner Einschätzung nach mehrheitlich gegeben. Die Befürchtung, das Plantsch könne mangels Unterstützung der Stadt einmal ohne Nachfolgerin für die jetzige Rutsche dastehen, hege er nicht.

Wann können sich die Rutschen-Fans also auf eine neue Attraktion im Plantsch freuen? „Sollte die Haushaltslage entsprechend gut bleiben beziehungsweise sein, ist für das Jahr 2020/2021 der Rutschenaustausch zu erwarten“, schätzt Kosian.

Rund 20.000 bis 50.000 Euro für die Arbeiten im Keller und am Auslauf hatte der Plantsch-Vorstand im vergangenen Jahr angesetzt. Für die Rutsche könnte nochmals eine deutlich höhere Summe notwendig werden. Bei 400.000 Euro beginnt das Preisspektrum, nach oben sind kaum Grenzen gesetzt. Für 480.000 Euro ließe sich aber ein Modell umsetzen, das für Schongauer Verhältnisse angemessen sei, schätzte Kosian im Sommer 2017.

Derzeit bemühen er und seine Mitarbeiter sich darum, die nahende Instandsetzung der entsprechenden Betonstütze im Keller und des Auslaufs noch etwas aufzuschieben und somit an zeitlichem Handlungsspielraum zu gewinnen. Gelänge das bis zu jenem Zeitpunkt, an dem auch die Anschaffung einer neuen Rutsche realisiert werden könnte, ließen sich doppelte Kosten vermeiden. Der aktuelle Stand im Ringen, die Notwendigkeit einer Sanierung noch etwas zu verschieben: „Wir haben den Statiker zu einer Nachuntersuchung einbestellt und hoffen, dass sich gegebenenfalls die Frist nach seiner Begutachtung nochmal bis 2021 verlängern lässt oder nur eine oberflächliche Sanierung an der Tragsäule ausreichend wäre für eine Verlängerung“, erklärt Kosian.

Indes bereits abgeschlossen sind mittlerweile die Arbeiten an der neuen Vorfahrt des Plantsch, der Hol- und Bringzone. „Die Baumaßnahme wurde im geplanten Termin- und Kostenrahmen durchgeführt und steht den Besuchern nun in vollem Umfang zur Verfügung“, teilt Stadt-Pressesprecherin Meike Petro mit. Dort soll das einfache Absetzen und Abholen von Personen, beispielsweise zum Vereinstraining, erfolgen. „Daher wird gebeten, das Einfahren bis vor den Haupteingang für derartige Absetzvorgänge nun zu vermeiden“, so die neue Wirtschaftsförderin.

ras

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