Ein Haus voller Stolz

Schongauer Realschüler am "Anfang eines neuen Weges"

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Die besten des Jahrgangs (v. links) Amelie Schmidt (1,08), Nicol Heinen (1,08), Margit Heiland (1,0) und Hannah Socher (1,09) mit der besten Absolventin im kaufmännischen Bereich, Eva Maier (1,50), sowie dem Besten im technischen Bereich, Thomas Bach (1,73). Es gratulierten Stephanie Weiser von der Frank-Hirschvogel-Stiftung (links) und Schulleiter Armin Eder.

Schongau – Die Abschlussfeier der Pfaffenwinkel-Realschule war geprägt von Stolz: Schüler, Eltern und Lehrer blickten in der Lechsporthalle am vergangenen Freitag gemeinsam zurück und in die Zukunft voraus. Zum krönenden Abschluss durften 151 Absolventen ihr Zeugnis in Empfang nehmen.

„Ich bin stolz auf meine Abschlussschüler und habe euch im Jahresbericht als die beste Jugend aller Zeiten bezeichnet“, wurde schon in den ersten Sekunden der Rede von Armin Eder deutlich, dass er ein sehr gutes Verhältnis zu seinen scheidenden Schülern hat. In seinen weiteren Worten verglich der Schulleiter die schulische Laufbahn mit dem gerade entstehenden Neubau nebenan. Das Fundament sei bereits durch die Eltern gelegt worden, der Keller durch die Grundschulzeit entstanden. Bereits hier könne man sehen, wohin der Weg führt. „Letztendlich ist ein gut ausgestattetes Reihenhaus – mit Liebe gebaut und bezahlbar – besser als ein Landhaus, dessen Besitzer vollkommen überschuldet ist und der am Schluss zur Zwangsvollstreckung genötigt wird.“

Die Vernunft der Eltern und der Wille des Kindes seien nötig, um das Haus in die richtige Richtung weiterzubauen und somit die passende Schule zu wählen. Er lobte alle Anwesenden. Sie hätten alles richtig gemacht. „Es war mir eine Freude, fast täglich das Wachsen des Baus zu bestaunen – so wie euer Heranwachsen hier an der Schule.“ Sein Fazit: „Der Bau ist prächtig und ihr seid bärig.“

„Für Eltern bleiben Sie immer Kinder“, blickte Andrea Jochner-Weiß aus der Sicht einer Mutter auf die Feier. Die Absolventen hätten nun die „Chance, die Welt, in die wir sie begleitet haben, ein bisschen besser zu gestalten, als wir es getan haben.“ Den Jugendlichen selbst wünschte die Landrätin Mut zum Träumen, Dinge in Frage zu stellen und eigene Antworten zu finden.

Weniger an die berufliche Zukunft als an die nächsten Tage dachte Tobias Kalbitzer in seiner kurzen und launigen Ansprache. Als ehemaliger Schüler der Schongauer Realschule fand er: „Die Zukunft kommt schnell genug“, daher sollten die ehemaligen Schüler die kommenden „coolsten sechs bis acht Wochen des Lebens“ genießen und machen, was sie wollen. Eine Bitte hatte der zweite Bürgermeister dennoch: „Wenn ihr in der Stadt feierts, seids ruhig; da ist meine Wohnung und ich will schlafen.“

„Das ist kein Ende hier, sondern der Anfang eines neuen Weges“, motivierte Stefan Zöllner, der zweite Elternbeiratsvorsitzende, die jungen Frauen und Männer für alles, was kommt. „Nach der Schule ist mitten im Leben.“

„Ab heute ist es offiziell: Wir sind keine Schüler mehr“, sagten die Schülersprecher Magdalena Echter und Markus Fichtl stolz. Sie schweiften durch Erinnerungen von Abschlussfahrten, in denen sie zusammenwuchsen, um die „Lehrer noch besser auf die Palme zu bringen“. Dennoch hatten sie an die Pädagogen auch einen Dank für „jeden Tritt in den Hintern“.

Umrahmt wurde die Feier von beeindruckenden Gesangsdarbietungen, durch die Melissa Breit, Magdalena Echter und Samira Höfler – mal rockig und laut, mal gefühlvoll und sentimental – für die passende Stimmung sorgten. 

Ursula Gallmetzer

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