Schongauer Sommer

Der Historische Markt zieht um

+
Die Mittelalter-Kultband Corvus Corax spielt zehn Jahre nach ihrem ersten Auftritt erneut in Schongau.

Schongau – Es ist noch eine Weile hin, bis der Schongauer Sommer ab dem 1. August wieder für zehn Tage mittelalterliches Flair in der Lechstadt verbreitet. Doch schon jetzt hat Organisator Manfred Wodarczyk alle Hände voll zu tun. Das liegt auch daran, dass der Historische Markt erstmals auf dem Volksfestplatz statt in der Altstadt stattfinden wird.

Dreizehn Mal hat Manfred Wodarczyk den Schongauer Sommer bereits organisiert. Wenn jemand weiß, was im Vorfeld einer solchen Veranstaltung zu tun ist, dann ist es der Vorsitzende des gleichnamigen Vereins. Über 5000 Kilometer fährt er pro Jahr quer durch Deutschland, um sich auf anderen Märkten inspirieren zu lassen. In diesem Jahr kann Wodarczyk neue Ideen besonders gut gebrauchen, muss er doch mit einer Tradition brechen, die bislang fest zum Historischen Markt gehörte. 

Dreizehn Jahre fand dieser am Marienplatz statt, eingebettet in die wunderschöne Silhouette der historischen Häuser im Herzen der Schongauer Altstadt. 2014 schlägt der Markt erstmals seine Zelte zu Füßen der Altstadt am Volksfestplatz auf, da am Marienplatz der Kanal saniert wird. Wodarczyk wird damit zu etwas gezwungen, womit er schon oft drohte, wenn er sich mal wieder über die schlechte Infrastruktur am Marienplatz geärgert hatte. „Das ist jetzt die Möglichkeit zu sehen, wie sich der Festplatz bewährt“, sagt der Organisator. 

Zwar kann dieser nicht mit dem pittoresken Altstadtambiente mithalten, dafür bringt er einige Vorteile mit sich. Der größte: der Platz. So bietet er Raum für deutlich größere Stände, die noch dazu in einzelnen Inseln arrangiert werden können. Vorbild sei der Rittermarkt in Kaltenberg, sagt Wodarczyk. Ein 22 Meter großer Sonnenschirm soll bis zu 1000 Menschen Schatten spenden. Ergänzt wird er von einem Zelt. „Da müssen wir was tun, denn die Sonneneinstrahlung ist höher als am Marienplatz.“ Die Zahl der Biertische steigt von 120 auf 230, an ihnen finden 2300 Gäste Platz. Durch die überall vorhandenen Stromanschlüsse sinkt gleichzeitig die Zahl der Stolperfallen. 

Gleich zwei Bühnen wird es für das tägliche Unterhaltungsprogramm geben, das mehr Künstler umfassen wird als bisher. Die Hauptbühne will der Organisator in den Hang hinein errichten. „Das ist zwar mehr Aufwand, dafür sieht jeder, ohne dass wir Tribünen brauchen.“ Sollte sich der Standort bewähren, könnte sich Wodarczyk weitere kulturelle Veranstaltungen vorstellen. „Ich denke da an ein Open Air über zwei Tage“, verrät er. 

Ein Festspiel wie im vergangenen Jahr der Medicus vom Orient wird es heuer übrigens nicht geben, zu ernüchternd war das Einspielergebnis. Eine Wiederauflage der beliebten und erfolgreichen Hexe macht Wodarczyk vom künftigen Engagement der Stadt abhängig. „Das kann der Verein nicht alleine schultern. Da muss die Stadt ihren Beitrag leisten“, betont er. Er wolle deshalb das Gespräch mit dem neuen Bürgermeister Falk Sluyterman suchen. 

Corvus Corax spielen im Eisstadion

Ein besonderes Highlight steht bereits eine Woche vor Beginn des Schongauer Sommers an. Am 24. Juli spielt die Mittelalter-Band Corvus Corax im Eisstadion. Vor zehn Jahren hatte Wodarczyk die Könige der Spielleute schon einmal in die Lechstadt geholt. Der Erfolg damals war riesig. Karten für das Konzert gibt es ab sofort im Vorverkauf unter anderem beim KREISBOTEN.

Christoph Peters

Auch interessant

Meistgelesen

Das sind die ersten 100 Kandidatinnen
Das sind die ersten 100 Kandidatinnen
7. Tag der Helfer in Peiting - die Bilder
7. Tag der Helfer in Peiting - die Bilder
Messerstecherei in Schongau
Messerstecherei in Schongau
Jetzt bewerben: Werde das Kreisbote TrachtenMadl 2017
Jetzt bewerben: Werde das Kreisbote TrachtenMadl 2017

Kommentare