Schongauer Volksfest 2016

Mit Motto und Breakdance

+
Bürgermeister Falk Sluyterman, Beatrice Amberg (Schongau belebt) und Schausteller Ronny Grubart mit dem neuen Volksfest-Plakat.

Schongau – Bis zum nächsten Volksfest in Schongau ist es noch eine Weile hin, doch schon jetzt wirft die Veranstaltung, die dieses Jahr vom 8. bis zum 12. September dauert, ihre Schatten voraus. Am Donnerstag präsentierte Organisator Ronny Grubart das umfangreiche Programm zur 156. Auflage des Volksfestes, welches heuer unter dem Motto „Tradition.feiern.erleben“ steht.

Im vergangenen Jahr hatte Ronny Grubart dem Schongauer Volksfest nach vier Jahren Zwangspause neues Leben eingehaucht. „Fürs erste Mal war es sehr positiv“, sagte der Schausteller beim Termin im Rathaus. „Man hat gemerkt, dass die Schongauer ihr Volksfest vermisst haben. Darauf lässt sich aufbauen.“

Nicht alles lief bei der Premiere jedoch so, wie sich Grubart das vorgestellt hatte. Besonders mit dem Festwirt, der das Bierzelt bewirtete, war der Organisator überhaupt nicht zufrieden. Für heuer musste daher ein Neuer her.

Ein Schongauer wird Festwirt

 War es im vergangenen Jahr noch schwierig gewesen, überhaupt jemanden zu finden, hatte Grubart diesmal gleich drei Bewerbungen auf dem Tisch. Darunter befand sich mit Max Diegruber auch ein Schongauer. Obwohl der junge Gastronom der Blauen Traube über keinerlei Erfahrungen in Sachen Bierzelt verfügt, erhielt er den Zuschlag.

„Schongau war mutig, auf einen Veranstalter von außen zu setzen“, sagte der Organisator, der damit auf seinen Wohnort Isny anspielte. „Dann bin auch ich mutig. Außerdem macht es natürlich Sinn, für das Bierzelt jemanden aus Schongau zu holen.“

Die Größe des Zelts bleibt in etwa gleich, es soll 1200 Sitzplätze bieten. Größer wird dafür die Bühne, der Boden wird zudem mit Holz ausgelegt und eine ansprechende Dekoration soll für mehr Atmosphäre sorgen.

Neu ist, dass es neben dem Bier- noch ein weiteres Zelt geben wird. Das Weinzelt, wie es Grubart nennt, bietet Platz für 100 Personen und soll tagsüber jene ansprechen, denn es im Bierzelt zu laut ist. Abends ist auch hier ein abwechslungsreiches Programm geboten.

Wer nach ein, zwei Maß oder einem Cocktail in der Vergangenheit auf ein Taxi oder eine Mitfahrgelegenheit für den Nachhauseweg angewiesen war, kann heuer einen kostenlosen Shuttle-Service nutzen. Bis 23 Uhr pendeln Busse stündlich zwischen Volksfestplatz und umliegenden Orten.

Zu einem richtigen Volksfest gehören auch die entsprechenden Fahrgeschäfte. Als „richtigen Adrenalin-Kick“ beschreibt Grubart den „Breakdance“, welcher heuer die erwachsenen Besucher begeistern soll. Auf die jüngeren wartet neben dem klassischen Kinderkarussell diesmal ein Fluggeschäft namens „Happy Circus“. Nicht fehlen dürfen natürlich Kettenkarussell und Autoscooter. Auch der Tornado 4D ist wieder mit dabei.

Nicht irgendein Rummel

Erstmals hat das Volksfest in diesem Jahr ein eigenes Motto. Es lautet „Tradition.feiern.erleben“. Damit wolle man verdeutlichen, dass das Schongauer Volksfest auf eine lange Geschichte zurückblicke und „nicht irgendein Rummel von einem Isnyer ist“, erklärte Grubart.

Dass dieser Gedanke erst gar nicht aufkommt, dafür sorgt auch die enge Zusammenarbeit mit dem Verein „Schongau belebt“. Gemeinsam hat man am Programm gefeilt, dass auch heuer wieder extrem vielfältig ausgefallen ist und manchen Punkt enthält, denn man so eigentlich nicht sofort mit einem Volksfest in Zusammenhang bringt (siehe unten). Dazu gehört etwa der „Weibsdeifimarkt“ im Bierzelt oder der Fitnessnachmittag.

Sich abheben von der Konkurrenz, das ist das Ziel von Grubart, um möglichst vielen einen Besuch schmackhaft zu machen. Denn am Ende hängt es natürlich am finanziellen Erfolg, ob das Schongauer Volksfest eine Zukunft hat.

Los geht es übrigens wie im vergangenen Jahr mit dem Festeinzug, wenngleich diesmal ohne Franz-Josef-Strauß-Parodist Helmut Schleich. Dafür hofft der Organisator, dass stattdessen möglichst viele Schongauer Vereine und Firmen mitmarschieren. „Die Einladungen gehen demnächst raus“, kündigte Beatrice Amberg, Vorsitzende von „Schongau belebt“ an.

Christoph Peters

Auch interessant

Meistgelesen

Das sind die Kandidatinnen 101 bis 200
Das sind die Kandidatinnen 101 bis 200
Das sind die ersten 100 Kandidatinnen
Das sind die ersten 100 Kandidatinnen
Messerstecherei in Schongau
Messerstecherei in Schongau
7. Tag der Helfer in Peiting - die Bilder
7. Tag der Helfer in Peiting - die Bilder

Kommentare