Friedliches Familienfest in Schongau

Volksfest-Organisator zieht Bilanz

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Eines der Highlights bei den Fahrgeschäften auf dem diesjährigen Schongauer Volksfest: der Flipper. Er kam laut Veranstalter Ronny Grubart besonders bei den Jugendlichen gut an.

Schongau – Rundum zufrieden zeigt sich Ronny Grubart, der das Schongauer Volksfest jetzt zum vierten Mal auf die Beine gestellt hat, einen Tag danach. Allein der Wunsch, dass auch tagsüber mehr Besucher kommen, bleibt. Immerhin soll es sich weiterhin zum Familienfest entwickeln, wenn es nach Grubart geht.

Geradezu begeistert ist der Veranstalter über die Zusammenarbeit mit Festwirt Bastian Schuhmann, der erstmals mit seinem Zelt in der Lechstadt zu Gast war. „Besser geht‘s nicht“, so das Fazit von Ronny Grubart. Das Zelt sei wunderschön dekoriert gewesen, die Leute seien lang geblieben und auch das Essen habe gestimmt. Die von Schuhmann mitgebrachte Almhüttenbar, in der auch erstmals Schnaps ausgeschenkt wurde, habe ebenfalls durch „viel Liebe zum Detail“ überzeugt, die Atmosphäre habe einfach gestimmt.

Als erfreulich hat Grubart auch die Entwicklung beim Einzug der Schongauer Vereine am Donnerstag wahrgenommen. Zwar sei die Beteiligung durchaus ausbaufähig, „aber es waren wieder mehr als letztes Jahr“, ist der Veranstalter überzeugt. Auch den Tag der Betriebe, der am Freitag stattfand, bezeichnet der Isnyer als ausbaufähig. Wie im vergangenen Jahr hat sich doch das meiste abends abgespielt. „Der Schongauer kennt das eben nicht“, sagt Grubart, der allerdings auch über Tags Potenzial für das Schongauer Volksfest sieht.

In den sozialen Netzwerken hat es heuer vermehrt Beschwerden gegeben, dass die Toilettennutzung kostenpflichtig sei. Veranstalter Grubart amüsiert der Vorwurf. „Es saß dort ein Mann, der die Toiletten sauber gemacht hat. Davor hatte er einen Teller stehen, mit dem er um eine Spende von 50 Cent bat.“ Auch einen Hinweis auf Facebook, dass dies sogar verboten sei, bezeichnet Grubart als „Quatsch“. In fünf Minuten könne man sich über das Gesetz im Internet schlau machen. Der Gastronom habe nun einmal das Hausrecht und es sei völlig legitim, eine Spende für die Toilettenreinigung zu verlangen.

Stattdessen wünsche er sich vielmehr konstruktive Kritik von den Besuchern. Immerhin sei der Eintritt bei so mancher Band, die anderswo Geld kostet, auf dem Schongauer Volksfest frei. Und auch andere Highlights seien kostenlos angeboten worden: „Das Feuerwerk beispielsweise ist für eine Stadt wie Schongau schon auf einem hohen Niveau.“ Überhaupt bemühe er sich immer, ein ganz besonderes Fest mit viel Programm zu bieten.

Positiv hervor hebt der Veranstalter hier den Vorsitzenden des Schongauer SPD-Ortsverbandes Daniel Blum: „Schön, dass es solche Schongauer gibt, die wirklich um ihr Volksfest kämpfen“, sagt Grubart. Blum hatte unter anderem die Kinderolympiade und die Wettkampfshow unter seine Fittiche genommen.

Solche Veranstaltungen bestärken Grubart darin, das Volksfest weiterhin als Familienfest zu sehen, obwohl natürlich die Bands und Partys hauptsächlich von Jugendlichen angenommen werden. Auch wenn sich das meiste Geschehen immer noch abends abspielt, sei es seines Wissens nun im vierten Jahr in Folge zu keinem einzigen Vorfall, wie beispielsweise Schlägereien, gekommen. Auch die Polizeiinspektion meldete nach dem Wochenende „Fehlanzeige“, was Grubarts Wahrnehmung bestätigt.

Ob auch im nächsten Jahr das Schongauer Volksfest wieder unter seiner Regie läuft, kann der Isnyer noch nicht beantworten. Er sagt nur so viel: „Ich fühle mich wohl in Schongau.“

asn

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