Bewährtes trifft Experimentierlaune

Macher des Schongauer Volksfests gibt Überblick zum Stand der Planung

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Die Schongauer nehmen ihr Volksfest immer besser an, ist Organisator Ronny Grubart überzeugt. Einen Beleg dafür sieht er in der wachsenden Beliebtheit des Vereins-Einzugs.

Schongau – Der Volksfestplatz bleibt Schongaus Hot­spot: Nach dem Historischen Markt und dem ­STRNDFSTVL Flussabwärts wird er nun wieder seiner – dem Namen nach – eigentlichen Bestimmung zugeführt: Am 31. August beginnt der Aufbau und vom 6. bis 10. September findet das diesjährige Schongauer Volksfest statt. Den Slogan #igfreimidrauf behält Ronny Grubart bei, doch neben einem anderen Festwirt wartet der Organisator mit weiteren Neuerungen auf. Denn er sieht sich auch beim vierten Anlauf, seit er in Schongau involviert ist, weiter in der Testphase.

Stillstand ist Rückschritt. So zumindest lautet die Überzeugung Grubarts in Hinblick auf die Gestaltung des Schongauer Volksfests. „Es ist ein stetiges Ausprobieren“, beschreibt er. Ein Volksfest, bei dem sich nichts ändere, sei eines, das einschlafe. Dennoch stützt auch der Isnyer sich auf die Erfahrungswerte der vergangenen Jahre.

Sein Mix aus Bewährtem und Neuerung, stellt sich so dar: Den Auftakt am Donnerstag bildet wie immer das Standkonzert der Stadtkapelle am Marienplatz, ehe nach dem Einzug die Eröffnung im Zelt steigt. Dass die Schongauer Vereine den Termin im letzten Jahr mit gewachsener Begeisterung angenommen haben, sei ihm „die höchste Freude“, so Grubart. Damit der Abend der Heimat und Vereine diesen Aufschwung bestätigt, leistet der zweite Bürgermeister Tobias Kalbitzer vorbereitende Hilfestellung vor Ort.

Tags darauf findet der Tag der Betriebe statt. Abends sei der Zuspruch schon im vergangenen Jahr ein guter gewesen, findet Grubart. Doch weil es eben der Tag und nicht der Abend der Betriebe ist, wünscht er sich auch in den früheren Stunden mehr Betrieb rund ums Zelt, in dem dann ab 19 Uhr die Oktoberfest-erprobte Band Dreisam Live aufspielt. Mit dem Musikhöhenfeuerwerk bietet der Freitag um 22 Uhr eines der großen jährlichen Highlights.

Bevor am Samstag die Dirndl- und Lederhosenparty mit der Band Kzwoa steigt, gehört der Volksfestplatz noch den Familien. Mit mehreren Angeboten für Kinder und stündlichen Dancing Shows hofft der Organisator, für Leben auf dem ganzen Gelände zu sorgen.

Diese Hoffnung hegt er auch für Sonntag. Der Frühschoppen erhält einen politischen Anstrich, wenn ein ehemaliger und ein amtierender Bundesminister zu Gast sind: Alexander Dobrindt (CSU) und Jens Spahn (CDU) schauen im Festzelt vorbei. Ob Gesundheitsminister und Münsterländer Spahn auch zu einem der nächsten Programmpunkte bleibt? Die Bayerische Olympiade, die um 15 Uhr beginnt, soll jedenfalls mehr Lokalkolorit erhalten und wird deshalb auch umbenannt: Fortan wird der Sieger der Schongauer Volksfestwettkämpfe ermittelt. Zuvor lädt bereits der Workoutwest-Fitness­tag zur körperlichen Ertüchtigung; am Abend spielt die Big Band Schongau.

Am Montag lockt der Kinder- und Seniorennachmittag unter anderem mit Vergünstigungen, Kinder-Bürgermeister-Sprechstunde und Kasperltheater, beim abschließenden Tag der Nachbarschaft spielt die Peißenberger Blaskapelle auf. Freitag-, Samstag- und Sonntagmittag will Grubart ferner mit einem Mittagstisch für Umsatz in der Küche sorgen.

Neben den üblichen Verdächtigen, wie dem Autoscooter, kehrt eine weitere bekannte Größe an ihren angestammten Platz in Schongau zurück: das Kettenkarussell. Dessen Absenz sei im letzten Jahr schmerzlich beklagt worden, schildert der Volksfest-Organisator. War 2017 die Achterbahn Silbermine der dickste Fisch, den Grubart an Schongauer Land zog, freut er sich diesmal besonders auf den Gaudimax – ein bayerisches Labyrinth samt rollender Tonne, wie es sie auch auf der Münchener Wiesn gibt. „Mein jährliches Ziel ist es, Attraktionen zu organisieren, die für die Größe Schongaus außergewöhnlich sind“, beschreibt Grubart.

Neues im Gaudi-Park

Apropos Größe: Zwar bleibt die Kapazität des Zeltes mit 1.250 Plätzen plus rund 300 Sitzgelegenheiten im Biergarten dieselbe, doch der Festwirt ist ein anderer: Der Franke Bastian Schuhmann übernimmt für den Schongauer Max Diegruber. Damit geht auch eine Neuerung einher, die Grubart bisher kategorisch ablehnte. Schuhmann baut eine Almhüttenbar auf, in der – anders als in der Vergangenheit – Spirituosen ausgeschenkt werden.

Sorgen, dass das zuletzt in Schongau heikle Thema der Lautstärke zum Problem werden könnte, plagen Grubart nicht: Ab 23 Uhr läuft keine Musik mehr im Zelt; an den Fahrgeschäften wird der Regler schon ab 22 Uhr nach unten gedreht. „Von den erlaubten Richtwerten waren wir bisher immer noch weit entfernt“, ist sich der Organisator sicher.

ras

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