"Auf dem richtigen Weg":

Fazit zum Weihnachtsmarkt: Manko Wetter

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Einen großen Einfluss auf den Weihnachtsmarkt am Schongauer Marienplatz schreibt Organisator Hermann Gleich dem Wetter zu. Das war diesmal wenig berauschend.

Schongau – Christkind und Weihnachtsmann sind unterwegs in den Urlaub, auf dem Schongauer Marienplatz verschwinden in den kommenden Tagen die letzten Spuren des diesjährigen Weihnachtsmarkts. Im Gespräch mit dem Kreisboten zieht Macher Hermann Gleich ein zufriedenes Fazit, das aber spürbar Luft nach oben lässt: Das teilweise wenig gemütliche Wetter trübt sein ansonsten ordentliches Fazit.

„Es war ein richtig schöner Markt“, findet Gleich. Keine Schäden, keine Alkoholexzesse, keine Schlägereien. Überhaupt: „So etwas gibt es bei uns eigentlich nie.“ Auch in diesem Jahr blieb alles friedlich.

Dass beim Schmuckhändler und dem Maroni-Mann an einigen Tagen der Stand zu blieb, habe gesundheitliche Gründe gehabt. „Das ist für den Besucher blöd, aber da kann man nichts machen“, sagt Gleich und wiederholt sein Fazit: „Wir sind auf dem richtigen Weg.“

Doch komplett eitel Sonnenschein herrscht nicht. Denn bei einem Ereignis wie dem Weihnachtsmarkt sei gutes Wetter ein ganz wichtiger Faktor. „Da waren wir in der Vergangenheit sehr verwöhnt, das war zehn Jahre lang bombig.“ Nicht heuer.

Sturm, Glätte, Regen

„Erst der Schneesturm“, erinnert Gleich an den Auftakt-Freitag, „dann Eisglätte und Regen.“ Klar, dass die Fieranten davon wenig begeistert waren. So ein Start sorge für Frust, der sich dann teils bis zum Schluss durchgezogen habe. Wobei die Schongauer Besucher auch für ihre Unerschrockenheit gelobt worden seien. „Ich habe oft gehört: ‚Für das schlechte Wetter ist richtig was los.‘ Danke an alle, die trotzdem gekommen sind.“

Ins Poltern gerät Gleich mit Blick auf einen Leserbrief in den Schongauer Nachrichten. Darin hatte sich die Verfasserin über die musikalische Untermalung – aufgespielt hatte die Classic Rock-Band Takeoff – beschwert. „Muss man immer gleich schimpfen?“, fragt der Weihnachtsmarkt-Macher. „Wir hatten ja auch Harfenspieler, Jagdhorn-, Alphornbläser und alle möglichen anderen Musikrichtungen da.“ Seine Schlussfolgerung: Die Zuschrift der Dame zeuge von mangelnder vorweihnachtlicher Toleranz.

Obwohl er, Gleich, sich über derlei Misstöne stellenweise schon ärgere und jedes Jahr gegen Ende des Weihnachtsmarkts froh sei, wenn der Trubel ein Ende fände: Zu der Veranstaltung steht er. „In drei, vier, fünf Wochen kehrt der ‚Virus‘, die Motivation, zurück“ und die Planungen für die nächste Auflage begännen.

Denn eine solche wird es mit größter Wahrscheinlichkeit auch im Jahr 2018 geben. Ideen für Neuerungen gebe es immer. Es gelte stets zu überlegen, zu verfeinern, Erfahrungen und Eindrücke zu sortieren. Klar ist für Gleich nach jetzigem Stand aber: „Ich bin nicht der Meinung, dass man den Weihnachtsmarkt verkürzen oder – wie es mir manche immer wieder vorschlagen – auf den Volksfestplatz verlegen sollte.“ 

Rasso Schorer

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