"Das Juze blüht auf"

Wow-Momente im Schongauer Juze

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Beliebte Anlaufstelle, vor allem freitags: Das Schongauer Juze im Köhlerstadel.

Schongau – Leiter-Abgang, Verantwortungs-Übergabe vom Landkreis an die Stadt, umfassende Sanierung, Leiter-Zugang, wieder ein Abgang und dann eine achtmonatige Pause: Zwischen November 2015 und Oktober 2017 litt das Schongauer Juze unter mangelnder Kontinuität. Mittlerweile aber, sagt Leiterin Nicole Heller-Chmiel, hat sich der Köhlerstadel wieder zur festen Adresse für die Jugendlichen in der Lechstadt gemausert. Der Betrieb läuft – und es ist der Alltag, der die schönsten Momente beschert, findet die Verantwortliche.

Frau Heller-Chmiel, als Bürgermeister Falk Sluyterman Ihnen in der Weihnachtssitzung des Stadtrats einen Scheck der Bürgerstiftung übergab, lobte er, das „Juze blühe auf“. Sehen Sie das genauso?

Heller-Chmiel: „Ja, das sehe ich genauso. Immer mehr Kids und Jugendliche wissen, dass es das Juze gibt. Es schauen immer wieder neue Gesichter vorbei. Vor allem freitags ist bei uns einiges los, sodass es auch mal ein bisschen enger wird. Wir haben aber für alle Platz.“

Sie haben die Leitung im Oktober 2017 angetreten. Was waren seitdem Ihre persönlichen Highlights?

Heller-Chmiel: „Da fallen mir einige ein, wie viel Platz haben wir für dieses Interview?“

So viel wir dafür brauchen...

Jugendzentrum-Leiterin Nicole Heller-Chmiel.

Heller-Chmiel: „Anfangs waren die Räumlichkeiten noch etwas unbelebt. Viele Sachspenden haben aber dazu geführt, dass es mittlerweile richtig gemütlich ist. Am schönsten ist es aber einfach zu sehen, wie die Gruppe zusammenwächst. Zum Beispiel, wenn Jugendliche freiwillig mithelfen und dazu beitragen, das hAmmersound-Festival über die Bühne zu bringen. Es ist toll, dass so viele Leute Lust auf unsere In-House-Turniere haben oder dabei sind, wenn wir zum Wikinger-Schach ein anderes Juze besuchen. Es sind die gemeinsamen Momente, die sich im ganz normalen Betrieb ergeben, in denen ich mir denke: ‚wow‘. Im Sommer unter einer Markise auf unseren Palettenmöbeln beim gemeinsamen Grillen.“

Und was steht als Nächstes an?

Heller-Chmiel: „Wir fahren ein Wochenende auf eine Winterfreizeit und machen uns da eine Hüttengaudi. Mit Schlitten- und Skifahren, vielleicht geht‘s ins Schwimmbad.“

Ist denn schon klar, wofür die Bürgerstiftung-Spende aufgewandt wird?

Heller-Chmiel: „Mit dieser großzügigen Spende hatten wir gar nicht gerechnet; wir werden uns aber etwas einfallen lassen. Es geht wohl in die Richtung, finanziell Benachteiligten unter die Arme zu greifen und ihnen so die Teilnahme an unseren Freizeiten zu ermöglichen.“

Bevor Sie die Leitung übernommen haben, herrschte im Juze mangels Verantwortlichem eine achtmonatige Zwangspause. Ist die jetzige Kontinuität von Dauer?

Heller-Chmiel: „Ich werde solange bleiben, wie ich kann. Ich fühle mich wohl in Schongau und habe nicht vor, das Juze zu verlassen. Die Kids brauchen das Juze.“ 

Interview: Schorer

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