Neuer Audioguide:

Mit dem Henkerstochter-Autor durch Schongau

Pötzsch Schongau Audioguide
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Präsentieren den neuen Audioguide: Ursula Diesch (Touristinfo), Andreas Klausmann (digitale Bearbeitung) und Sprecher Oliver Pötzsch (v. links).

Schongau – Im neuen Audioguide „Auf den Spuren der Henkerstochter durch Schongau“ ist Bestsellerautor Oliver Pötzsch zu hören, der in der Altstadt unterwegs ist. Er führt zu zehn Stationen seiner Saga und gibt einen Einblick in die Begebenheiten des historischen Romans und in die Schongauer Geschichte. Auch einen kurzen TV-Auftritt in der vergangenen Woche verdankt die Stadt dem Schriftsteller: „Auf der Spur der Ahnen“ war das Thema der BR-Sendung „Stationen“ am Mittwochabend. 

Der in München lebende Pötzsch ist bekanntermaßen nicht nur Nachfahr einiger über Jahrhunderte in Schongau wirkender Scharfrichter, sondern auch geistiger Vater der Henkerstochter-Saga. Im neuen Audioguide führt er den Zuhörer an einige von deren Schauplätzen, um dort historisch Wissenswertes zu vermitteln und mit Verweisen auf seine Romanreihe zu verflechten. Der Audioguide zum Selbsterkunden der Altstadt steht unter www.schongau.de zum Download bereit.

Ebenfalls online, und zwar in der Mediathek des Bayerischen Rundfunks, ist die Sendung „Stationen“, die am Mittwoch vor einer Woche im Fernsehen lief. Rund fünf Minuten lang schildert Pötzsch seine Familiengeschichte, seinen Blick darauf und wie das sein heutiges Wirken beeinflusst.

Dabei macht er Station unter anderem im Stadtmuseum, im Klosterhof und am Marienplatz. Auch Kreisheimatpfleger Helmut Schmidbauer kommt kurz zu Wort: Es sei wichtig, dunkle Kapitel der Stadtgeschichte aufzuarbeiten, indem man sie thematisiert. Auch bei einem eben solchen, den Hexenprozessen, spielte mit dem Hexenfinder Jörg Abriel ein Vorfahre Pötzschs eine wichtige Rolle.

Seine Ahnen seien sicher keine Sadisten gewesen, sondern nahmen ihren Platz in der damaligen Gesellschaft ein, so Pötzsch. So blickt er auch auf Jakob Kuisl und dessen Angehörige, die Hauptfiguren seiner Henkerstochter-Bücher. Ihre Vielschichtigkeit darzustellen, als Menschen, Ausgestoßene, Heiler und Ausübende eines brutalen Berufs, das sei ihm ein Anliegen in seiner Arbeit.

Lange habe er sich mit seiner Familiengeschichte nicht auseinandergesetzt, dann sei ihm vor über 15 Jahren klar geworden: Das sei der Stoff für den Roman, „den ich immer schreiben wollte“. Gut für Schongau, findet nicht nur Schmidbauer. Aus aller Welt kommen Menschen, um die Schauplätze der Romane kennenzulernen. Künftig hilft dabei auch der Audioguide.

kb/Rasso Schorer

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