Viel geboten beim Rolliwelten-Aktionstag

Schongaus schönste Modenschau

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Unter weiß-blauem Himmel auf dem roten Teppich des Laufstegs: Mitwirkende der inklusiven Modenschau.

Schongau – 70 Kinder, Jugendliche und Erwachsene begaben sich – ob mit oder ohne Handicap – auf den langen roten Laufsteg, der mitten auf dem Schongauer Marienplatz aufgebaut war: Sie gestalteten Schongaus schönste Modenschau. Zirka 400 Interessierte an den Tischen und Bänken zu beiden Seiten sahen am Samstag eine farbenfrohe Darbietung, die wiederum den Höhepunkt darstellte beim Aktionstag des Vereins Rolliwelten. Damit soll das Ziel der Teilhabe in vielen Bereichen des Lebens veranschaulicht werden.

Sabine Osenstätter und Christine Eberl moderierten die Veranstaltung; ihre Ansagen wurden abwechselnd von zwei Gebärdendolmetscherinnen so veranschaulicht, dass auch Gehörlose und hochgradig Schwerhörige den Inhalt verstehen konnten. Präsentiert wurde Mode aus Schongauer Geschäften. Der Schwerpunkt lag dabei auf Angeboten der Altstadt-Läden – mal elegant, mal sportlich, mal praktisch, mal pfiffig.

Das Besondere an dieser Modenschau mit Teilnehmern vom Kindesalter bis zu Senioren ist der Gedanke der Inklusion. Alle können, alle dürfen mitmachen, egal ob sie ein Handicap haben oder keines.

Christine Kuisel aus Schwabbruck, Ansprechpartnerin beim Verein Rolliwelten, freute sich darüber, dass der Aktionstag auf dem Schongauer Marienplatz vom Wetter begünstigt war und dass bei der Modenschau alles so gut geklappt hat. Die Besucher konnten den Eindruck gewinnen, dass zwar alles gut vorbereitet war, aber dass es bei aller Organisation und Konzentration der Akteure doch locker und ungezwungen zuging.

Rolliwelten-Atkionstag in Schongau - die Bilder

Schongaus Bürgermeister Falk Sluyterman und stellvertretender Landrat Karl-Heinz Grehl hatten den inzwischen sechsten Aktionstag eröffnet. Vor Ort war auch Katharina Droms, die seit September 2016 die Behindertenbeauftragte des Landkreises ist.

Schon vor der Modenschau musizierte das Jugendblasorchester der Musikschule Pfaffenwinkel. Trommelnd über den Marienplatz und die Münzstraße zogen die Frauen und Männer von der Samba-Gruppe Pura Vida. Nördlich des Marienbrunnens war ein Parcours für Rollstuhlfahrer aufgebaut – unter anderem mit einer wippenden Rampe. Sehenswert waren auch die Einlagen einer Tanzschule.

Als die Modenschau mittags vorüber war, machten sich viele schon wieder auf den Weg nach Hause. Das Rahmenprogramm am Nachmittag stieß bei Weitem nicht mehr auf so viel Resonanz. Schade eigentlich.

Johannes Jais

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