Präsenz bevorzugt

Schongaus Stadtrat eher nicht in Hybridform

Headset Online
+
Eine Teilnahme an Stadtratssitzungen von unterwegs oder zuhause aus? Auf diese Möglichkeit will man in Schongau eher nicht setzen.
  • vonRasso Schorer
    schließen

Schongau – Wie auch schon der Peitinger Marktgemeinderat, so hat sich jüngst der Schongauer Stadtrat mit dem Thema der Sitzungen in hybrider Form, also der Zuschaltung einzelner Mitglieder auf digitalem Wege, auseinandergesetzt. Die Vorbehalte dagegen fielen ähnlich aus wie beim Nachbarn.

Gegen Ende der öffentlichen Sitzung schilderte Geschäftsleiterin Bettina Schade die Zusammenhänge. Eine Änderung in der Bayerischen Gemeindeordnung hatte die Möglichkeit der hybriden Sitzung eingeräumt. Um solche tatsächlich abhalten zu können, seien die Anforderungen aber „ganz ganz hoch“, die denkbaren Probleme mannigfaltig. Was passiere zum Beispiel, wenn bei der Beschlussfassung die Internetverbindung abbricht – und wessen Verantwortung obliegt das dann? Auf diese und weitere Infos warte die Verwaltung noch, erklärte Schade.

Falscher Zeitpunkt

Das Gremium habe sich ja erst vor wenigen Wochen dazu entschlossen, sich weiter komplett in Präsenz statt in reduzierter Runde treffen zu wollen (wir berichteten), machte Bürgermeister Falk Sluyterman seine reservierte Haltung gegenüber der Hybridform deutlich. Das Jakob-Pfeiffer-Haus biete ausreichend Platz, das Hygienekonzept werde durchgesetzt. Beinah schon Galgenhumor kam auf, als das Stadtoberhaupt auf die auf Bund- und Länderebene beschworene Test- und Impfstrategie verwies – und damit bitteres Gelächter über alle Fraktionen hinweg auslöste. So oder so: Er hoffe, dass das Thema nach der Sommerpause hinfällig sei. „Die hybride Sitzungsform gehen wir nach meinem Dafürhalten jetzt besser nicht an.“

Als durchaus reizvoll erkannte indes Stadträtin Bettina Buresch (Grüne) die neuen Möglichkeiten: So könne auch teilnehmen, wer unterwegs und damit eigentlich verhindert oder gesundheitlich angeschlagen ist.

Für eine Grundsatzdiskussion sei es der falsche Zeitpunkt, wiegelte Sluyterman ab. Ihre Meinung dennoch kund taten Nina Konstantin und Jiri Faltis: „Das kostet ja auch was“, verwies die ALS-Fraktionssprecherin auf die Anforderungen der technischen Umsetzung und den zuvor beim Thema Haushalt ausgerufenen Sparkurs. In Sachen Technik und Sicherheit gelte es genau abzuwägen, befand der CSU-Stadtrat.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Quadratmeterpreise auch in Peiting immer höher
Quadratmeterpreise auch in Peiting immer höher
»Nein« zu erneutem Corona-Ausschuss in Peiting
»Nein« zu erneutem Corona-Ausschuss in Peiting
Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer zu Besuch in der Franz-Josef-Strauß-Kaserne
Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer zu Besuch in der Franz-Josef-Strauß-Kaserne
Frust am Bau: Hohe Preise, schwieriger Nachschub
Frust am Bau: Hohe Preise, schwieriger Nachschub

Kommentare