Schüler nach Altenstadt?

Seit der Schließung der Teilhauptschule Altenstadt stehen deren Klassenzimmer leer. Diese ließ der Landkreis allerdings erst kurz vorher für viel Geld sanieren. Nachdem sich Schongaus Stadträte klar gegen die Verlegung von Schülern nach Altenstadt ausgesprochen haben, signalisiert nun der Landkreis Interesse. Weil der Schulausschuss ohnehin im Sonderpädagogischen Förderzentrum Altenstadt tagte, schauten sich die Kreisräte das Gebäude an.

Insgesamt sieben Klassenzimmer, voll eingerichtet und auf dem neuesten Stand, stehen leer. „Da bisher keine Nachfrage nach den Räumen besteht, planen wir, hier ein Gemeindezentrum einzurichten“, sagte Altenstadts Bürgermeister Albert Hadersbeck. Zurzeit werde ein Konzept für die weitere Nutzung erarbeitet. „Wir wollen das hier mit einem vernünftigen Konzept versehen. Allerdings sind die Räume als Schulräume ausgelegt. Diese Nutzung wäre optimal“, führte der Bürgermeister aus. Bei den Mitgliedern des Kreisausschusses fand die Besichtigung ein positives Echo. Nun wird sich der Kreistag mit dem Thema beschäftigen müssen. „Wir sind voll“, sagte Sonderschulrektor Eugen Sterner zu den Ausschussmitgliedern. Insgesamt 120 Schüler zählt das Sonderpädagogische Förderzentrum. Das Problem sei, dass zu viele Schüler in einer Klasse unterrichtet werden müssten, wobei der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund bei 30 bis 40 Prozent läge. Gut sei, so der Pädagoge, dass nun eine Sozialpädagogin vor Ort sei, die sich um die Anliegen der Schüler, aber auch um die der Eltern, intensiv kümmern könne. „Es hilft enorm, wenn Kinder über ihre Probleme, die sie während der Schulzeit haben, darüber reden können oder wenn schwierige Schüler mal für ein Gespräch aus dem Unterricht genommen werden können“, verdeutlichte Sterner. Für Landrat Dr. Friedrich Zeller indes ist es wichtig, dass Kinder in jeder Phase ihres Lebens optimal versorgt sind. „Ein Ziel muss sein, den Schrecken von der Förderschule zu nehmen“, forderte der Landrat. Es habe keinen Zweck, wenn Kinder eine Klasse zum dritten Mal wiederholen müssten, argumentierte Zeller. Viel besser sei es da, einen Gang runter zu schalten, damit das Kind wieder neuen Schwung holen könne. „Deswegen müssen wir Vorbehalte abbauen und aufzeigen, dass diese Schule keine Einbahnstraße ist, sondern dass die Schüler auch wieder auf die Hauptschule gehen können“, erklärte auch Kreisrätin Brigitte Ressle.

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