Bedarf ist groß

Schulweghelfer in Schongau dringend gesucht

Martina Heim und Christian Birke Schulweghelfer für die Stadt Schongau
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Martina Heim (links) hat sich bis dato gemeinsam mit Christian Birke um die Koordination der Schulweghelfer für die Stadt Schongau gekümmert, nun hört die Mutter einer Tochter in Bälde auf. Ihre Stelle wird damit neu zu besetzen sein.

Schongau – Unterricht unter Pandemie-Bedingungen, Maske tragen und Hände desinfizieren, dazu das Kennenlernen fremder Lehrkräfte und unbekannter Schulkameraden: Das neue Schuljahr stellt große Herausforderungen an die Schüler, besonders jedoch an die Schulstarter. Ist doch alles für sie neu und ungewohnt und sind die kleinen ABC-Schützen von der Routine größerer Schüler noch weit entfernt. 

Wenn sich nun seit Beginn des neuen Schuljahres etwa 400 Grundschüler in Schongau täglich auf den Weg zur Schule machen, dabei so manchen unübersichtlichen Übergang passieren müssen, helfen ihnen ehrenamtliche Erwachsene dabei, die Straßen sicher zu überqueren. Derzeit leisten in Schongau etwa 20 Freiwillige ihren Dienst als sogenannte Schulweghelfer. Ausgerüstet mit Warnweste, Kelle und einer großen Portion Hilfsbereitschaft sorgen sie an neuralgischen Knotenpunkten, etwa an Lechufer- und Fanschuhstraße sowie an der Colmarer Straße, für Sicherheit.

Sehr froh über den Einsatz „ihrer“ Schulweghelfer ist Martina Heim. Noch bis zum Ende des Schuljahres hat sie, gemeinsam mit Christian Birke, für die Koordinierung dieses Ehrenamts gesorgt. Heim ist selbst Mutter eines Grundschulkindes; jetzt, nach dem Wechsel ihrer Tochter auf die nächsthöhere Schule, wird auch sie diesen Ehrenamtsposten bei der Stadt Schongau räumen. Denn, so bestätigt auch Esther Laue, die dort als Ansprechpartnerin fungiert, scheiden Freiwillige zumeist dann aus, wenn die eigenen Kinder die Grundschule wieder verlassen.

So nun auch Martina Heim. „Für sie gibt es leider noch keinen Nachfolger“, bestätigt Esther Laue. Und auch das Feld der freiwilligen Schulweghelfer wird sich zum Schulstart nach den Sommerferien ausgedünnter zeigen, denn einige von ihnen werden ebenfalls bis Ende September ihren Dienst quittieren. Sollte weder Martina Heims Platz noch die Lücken in den Reihen der Schulweghelfer in Bälde geschlossen werden können, laufe dieses Ehrenamt Gefahr, nicht aufrechterhalten werden zu können, bedauert Laue. Gerade verkehrsintensive Knotenpunkte in Schongau müssten die Grundschüler dann ohne die Unterstützung der Schulweghelfer passieren.

Selbst Schüler der älteren Jahrgänge, so hat sich oftmals gezeigt, seien froh über deren Anwesenheit, bestätigt Esther Laue. „Es gibt ihnen eine gewisse Sicherheit“, sagt sie. Für die Schulanfänger jedoch sind Schulweghelfer „wahnsinnig wichtig“, meint die Mitarbeiterin der Hauptverwaltung bei der Stadt Schongau. Was ein freiwilliger Koordinator für Schulweghelfer an Aufgaben hat, kann Esther Laue schnell umreißen. Ein „Hexenwerk“ ist es jedenfalls nicht; vielmehr gelte es Einsatzpläne zu erstellen, Schulungen zu vermitteln und Verträge weiterzuleiten, zählt Laue auf. Denn jeder ehrenamtliche Schulweghelfer ist natürlich über die Stadt Schongau versichert.

Die scheidende Koordinatorin Martina Heim ist zudem gerne bereit, ihrem Nachfolger alles zu erklären und zu Beginn noch ein wenig zu unterstützen, sagt Esther Laue. Bedarf es zu Beginn noch ein wenig Organisation, bis schließlich alle Helfer richtig eingeteilt sind, bleiben im Anschluss nur noch wenige Aufgaben, die es als Koordinator zu erledigen gilt. Idealerweise sollte dieses Ehrenamt jedoch in der Hand von Eltern bleiben, sagt Esther Laue.

Wenig Zeitaufwand

Auch über weitere Freiwillige für das Amt des Schulweghelfers würden sich sowohl Esther Laue als auch Martina Heim sehr freuen. „Deren Einweisung übernimmt die Polizei“, sagt Laue, der Zeitaufwand dafür sei sehr gering. Alle notwendigen Ausrüstungsgegenstände für dieses Ehrenamt stellt die Stadt Schongau. Je mehr Freiwillige sich finden, desto geringer wird die Einsatzzeit für jeden Einzelnen, sagt Esther Laue. Rücksicht werde zudem auf Schichtarbeiter oder Wunscheinsatzzeiten genommen. „Für den Schulweghelferdienst kann sich natürlich jeder melden“, bestätigt die Hauptamtsmitarbeiterin. „In den meisten Fällen sind es aber die Eltern der Grundschüler, die gerne mitmachen.“ Sie können so selbst an der Schulwegsicherheit ihrer Kinder aktiv mitwirken.

Interessierte können sich im Rathaus der Stadt Schongau an Esther Laue unter Telefon 08861/214-138 oder per E-Mail an laue.esther@schongau.de wenden. Sie möchte an dieser Stelle zudem einen Dank an alle Aktiven richten. Denn ohne Schulweghelfer wären Schulwege deutlich unsicherer.

Regine Pätz

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