Jetzt ist es offiziell

Sebastian Dietrich wird neuer Stadtbaumeister in Schongau

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Schongau – Seit 2006 ist Ulrich Knecht Chef des Schongauer Stadtbauamts. Jetzt neigt sich seine Zeit als Marktbaumeister dem Ende entgegen. Im Juli geht der 65-Jährige in Ruhestand. Sein Nachfolger steht derweil schon fest: Mit Sebastian Dietrich setzt die Stadt auf eine interne Lösung.

Im Januar hat Ulrich Knecht seinen 65. Geburtstag gefeiert. In den Ruhestand verabschiedet sich der Stadtbaumeister jedoch offiziell erst im Juli. Elf­einhalb Jahre wird er dann das Schongauer Stadtbauamt geleitet haben. Zur Erinnerung: Als er 2006 seine Stelle antrat, hieß der Schongauer Bürgermeister noch Friedrich Zeller.

Dessen Nach-Nachfolger im Rathaus weiß, dass der Fachmann Knecht mit seinem vielschichtigen Detailwissen nicht ohne weiteres zu ersetzen ist. „Natürlich haben wir uns in den letzten Monaten Gedanken gemacht, wie wir den Posten des Stadtbaumeisters neu besetzen wollen“, sagte Bürgermeister Falk Sluyterman am Dienstag im Gespräch mit dem Kreisboten. 

Dass die Stadt laut Informationen der Redaktion offenbar eine interne Lösung präferierte, wollte das Stadtoberhaupt nicht bestätigen. „Wir haben in alle Richtungen geprüft und werden die Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt bekanntgeben“, sagte Sluyterman. 

Auch, dass es sich bei dem potentiellen Kandidaten um Stadtbauamtsmitarbeiter Sebastian Dietrich handle, wollte der Rathauschef nicht kommentieren. „Ich kann zu der Personalangelegenheit nicht mehr sagen.“ Dietrich selbst – der 39-Jährige arbeitet seit 2012 im Bauamt der Stadt – hielt sich am Dienstag ebenfalls bedeckt, verwies wiederum auf den Bürgermeister.

Offizielle Bestätigung

Geht im Juli in den Ruhestand: der Schongauer Stadtbaumeister Ulrich Knecht.

Dass die Informationen, die dem Kreisboten vorlagen, richtig waren, zeigte sich am Donnerstagnachmittag. Offensichtlich aufgrund der Recherchen bestätigte die Stadt in einer Pressemitteilung offiziell den bevorstehenden Wechsel an der Spitze des Bauamts. Darin bedankt sich Sluyterman bei Knecht, der mit den von ihm geleiteten Projekten „entscheidende Impulse für eine nachhaltige Stadtentwicklung und eine breit angelegte Erneuerung des Gebäudebestandes“ gegeben habe. 

Zu den wesentlichen Projekten seiner Amtszeit gehörten die Sanierung der städtischen Tiefgarage, die zentrale Bushaltestelle beim Schulzentrum, die Generalsanierung der Lechsporthalle, die bauliche Entwicklung des Hallenfreibads Plantsch mit Sauna-Erweiterung sowie die Modernisierung städtischer Häuser. Zudem seien die Weichen für die Neukonzeption des Schulzentrums in Kooperation mit dem Landkreis gestellt worden.

Im Bereich der Stadtplanung zählten laut Bürgermeister die Lechvorstadt, die gewerbliche Entwicklung im Äußeren Westen und Norden sowie Konzepte für eine langfristige und zukunftsfähige Sicherung der Wohnbedürfnisse der Schongauer Bevölkerung im Schongauer Norden zu den wichtigsten Themenschwerpunkten in Knechts Amtszeit.

Hervor hebt Sluyterman auch Knechts Anteil daran, dass die Aufenthaltsqualität der historischen Altstadt mit dem Bürgermeister-Schaegger-Platz, dem Schwanenweiher und der Fußgängerzone am Marienplatz bereits maßgeblich gesteigert werden konnten. „Die Vorplanung zum Umbau von Münz- und Weinstraße und das Inwertsetzungskonzept für die Stadtmauer weisen hier weiter in die Zukunft.“

„Ich bin sehr zufrieden, dass alle begonnenen Maßnahmen unter der Leitung von Sebastian Dietrich nahtlos fortgeführt werden können“, so Sluyterman. Der Stadtrat habe den „erfahrenen und engagierten Architekten“ bereits als Nachfolger bestätigt.

Diese Entscheidung liegt allerdings schon eine ganze Weile zurück. Wie Stadtsprecherin Yvonne Voigt auf Nachfrage des Kreisboten erklärt, habe sich das Gremium bereits am 11. Oktober 2016 für Dietrich als neuen Stadtbaumeister ausgesprochen.

Dass man die richtige Personalentscheidung getroffen hat, davon ist Sluyterman überzeugt. Zusätzlich zu seiner fachlichen Eignung sei der 39-jährige Ingenieur in Schongau geboren und aufgewachsen: „Ihn prägt daher eine persönliche Verbundenheit auch mit der Schongauer Altstadt.“

Christoph Peters

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