Forsthäuser: Wohnungen sind fertig

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Besichtigten die Wohnungen: (v. li.) Dorothea Kriwan (Caritas), Wolfgang Eichner (Staatliches Bauamt), Daniel Oden (Oberste Baubehörde im Bayer. Innenministerium), Architekt Siegfried Bommersbach, Landrätin Andrea Jochner-Weiß und Bürgermeister Falk Sluyterman.

Schongau/Peiting – Mehrere Jahre standen die ehemaligen Forsthäuser in Schongau leer; von August 2016 bis Januar 2017 wurden die beiden Gebäude zu sechs familiengerechten Wohnungen umgebaut. Ab März werden dort vier anerkannte Asylbewerber mit Frau und Kindern einziehen. Dazu kommen zwei Mieter, die von der Stadt vorgeschlagen werden. Das nächste, größere Projekt innerhalb des Staatlichen Sofortprogrammes im Wohnungspakt Bayern ist die Anlage mit elf Wohnungen, die in Peiting zwischen Eisstadion und Betreutem Wohnen entsteht.

Die Mietverträge würden demnächst unterschrieben, hieß es bei der offiziellen Übergabe der sechs Wohnungen in der Schongauer Lechvorstadt an die Regierung von Oberbayern. Zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens machten sich ein Bild von den Wohnungen, die für eine knappe halbe Million Euro hergerichtet wurden. Die Koordination vor Ort lag in den Händen von Architekt Siegfried Bommersbach. Bei einem Rundgang wurden die Wohnungen besichtigt, die mit eigenen Bädern und Küchen ausgestattet sind. Bis auf eine Ausnahme haben alle Wohneinheiten Balkon oder Terrasse.

Die Belegung erfolgt durch das Referat Flüchtlingsunterbringung bei der Regierung von Oberbayern. Das Grundstück, worauf die zwei Häuser stehen, gehört dem Staat. Die Stadt Schongau hat ein Teilbelegungsrecht von 30 Prozent der vorhandenen Plätze für eigene Bedürftige. Die Wohnungen, die zwischen 66 und 100 Quadratmeter groß sind und mit Fernwärme beheizt werden, sollen zu einem Preis unter sieben Euro je Quadratmeter vermietet werden. Die zwei großen Wohnungen sind unter einem Dach untergebracht. Im ehemaligen Amtsgebäude befinden sich auf zwei Stockwerken die vier kleineren Wohnungen. Maximal können 34 Erwachsene und Kinder einziehen.

Landrätin Andrea Jochner-Weiß ging bei der Besichtigung das Herz auf; die Aussicht aus den breiten Fenstern auf den großen Garten am Hochufer des Lechs fand sie beeindruckend. Diese Immobilie sei „ein Segen für uns“, ergänzte sie mit Blick auf dringend notwendigen Wohnraum für anerkannte Asylbewerber. Bürgermeister Falk Sluyterman meinte, die Gebäude hätten „förmlich danach geschrien, dass sie einer neuen Nutzung zugeführt werden“. Seitens der Stadt wurden für die Belegung an die Regierung bereits Familien aus Schongau vorgeschlagen.

Elf Wohneinheiten hat die Anlage, die demnächst in Peiting zwischen Eisstadion und Betreutem Wohnen errichtet wird. Es gehört zu den ersten Projekten weit und breit, wo das Sofortprogramm „Wohnungspakt Bayern“ auf einem gemeindlichen Grundstück verwirklicht wird, schildert Peter Aumann vom Staatlichen Bauamt.

Der Bauantrag wurde freilich noch einmal zurückgestellt, weil die Behörde eine Befreiung von der Stellplatzsatzung wünschte. Gemeinderat Peter Ostenrieder (CSU) hakte jedoch bei der Beratung im Bau- und Umweltausschuss ein. Es müsse schon das Interesse sein, die Stellplätze für Autos so darzustellen, wie es die Satzung für Peiting verlange. Dass dies eingehalten werde, erwarte er auch von einer staatlichen Behörde.

Wolfgang Eichner vom Bauamt in Weilheim erklärte dazu, dass an der Wohnanlage mit elf Einheiten zunächst 14 Pkw-Parkplätze vorgesehen waren. Die Gemeinde fordere bei größeren Wohnungen zwei Stellflächen. Aber bei einer Belegung mit anerkannten Asylbewerbern sowie mit Familien aus Peiting, die dringend auf eine günstige Wohnung angewiesen seien, sei kaum davon auszugehen, dass jemand zwei Autos habe.

Doch dem Ansinnen nach mehr Parkplätzen werde man Rechnung tragen, erklärt Eichner. Nun seien es 17 Stellplätze, die sich auf der Ostseite der Wohnanlage befinden, wo bis zu 60 Menschen einziehen können. Die Handwerker rücken im Frühjahr an.

jj

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