"Von Saege bis Brecht" am 6. Dezember

Marianne Sägebrecht kommt zur Lesung ins Schongauer Brauhaus

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In Weilheim stellte Marianne Sägebrecht (rechts) ihre Lesung vor. Sie wird von Sophia Albrecht (links) organisiert.

Schongau – Wenn es ihr um eins geht, dann ist es alles – und das bringt sie auch auf die Bühne, egal ob als Schauspielerin oder bei einer Lesung. Wie jetzt am Freitag, 6. Dezember, wenn Marianne Sägebrecht im Schongauer Brauhaus auftritt.

In Starnberg 1945 geboren, lebt Sägebrecht inzwischen in Hohenschäftlarn. Schon lange widmet sie sich der Kunst, führte in den 70er Jahren die Münchner Kleinkunstkneipe Mutti Bräu, später in Starnberg die Kleinkunstbühne Spinnradl. Doch bei der „kleinen Kunst“ blieb es nicht. Man kennt Sägebrecht mittlerweile in vielen Theater- und Fernsehrollen, wie etwa im Film „Out of Rosenheim“.

Sie lebt und spielt immer mit großem Herz und weiter Seele, beruflich und privat. Unentwegt sammelt sie Geschichten, blickt sie über den politischen und religiösen Tellerrand, ist sie neugierig. Die „Knoblauch-Mama“, wie sie auch genannt wird, weil sie wie das Gewürz verbindend wirkt, hört Menschen zu und erweitert mit ihren Erfahrungen ihr vielfältiges Können. Viel Empathie, ein Ohr für Schicksale, Unterstützung für Leidende führen den Unruhegeist Sägebrecht zu Menschen ins Gefängnis oder ins Hospiz – ganz privat. Wenn sie die Gelegenheit bekommt, Anhänger verschiedener Religionen zusammenzubringen, packt sie zu. Bei allem Engagement bleibt sie jedoch leise und drängt nicht. Ruhige Töne sind ihr lieber.

Das wird man auch jetzt bei der Lesung erleben. Ihr Programm „Von Saege bis Brecht“ am Nikolaustag im Brauhaus Schongau ist eine Mischung von Geschichten aus ihrem neuen Buch „Ich umarme den Tod mit meinem Leben” und Erzählungen anderer Autoren. Weihnachtlich wird es, aber nicht nur.

Denn mit Texten von Dichtern und Schriftstellern wie beispielsweise Hilde Domin und Bertolt Brecht schwingen auch andere Töne mit. Die Schauspielerin und Kabarettistin kommt nach Schongau auf Einladung der Brauhaus-Wirtin Marion Al­brecht und ihrer Tochter und Kulturmanagerin Sophia, die Sägebrecht im Sommer bei den Bad Hersfelder Festspielen kennengelernt hatte, wo sie in Kafkas „Der Prozess” mitwirkte. Da sie aber auch gerne im ländlichen Raum auftritt, waren sich die beiden nicht nur schnell einig, sondern sie verbindet inzwischen schon eine richtige Freundschaft, sodass weitere Engagements in Schongau ins Auge gefasst werden. Doch erst einmal will sich Sägebrecht demnächst einen Traum erfüllen und nach Surinam reisen.

Bei ihrer Lesung in Schongau begleitet sie die Geigerin Andrea Schuhmacher – und es soll noch eine Überraschung geben, kündigt Sägebrecht an.

Karten gibt es im Vorverkauf beim Kreisbote Schongau und im Brauhaus; Infos im Internet unter www.brauhaus-schongau.de.

Dr. Sabine Vetter

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