Ende des dreimonatigen Rätselratens

Meike Petro nicht mehr Schongaus Standort- und Wirtschaftsförderin

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Ihre Amtszeit in Schongau war eine kurze: Einvernehmlich trennten sich Stadt und Meike Petro, heißt es in einer Pressemitteilung. Öffentlich in Erscheinung getreten war die Standort- und Wirtschaftsförderin letztmals Ende März.

Schongau – Erst zum Mai 2018 hatte sie die Stelle angetreten, doch im letzten Vierteljahr war sie weder erreichbar, noch bei Terminen präsent. Nun steht fest: Meike Petro ist nicht mehr Standort- und Wirtschaftsförderin der Stadt Schongau. Wie das Rathaus am heutigen Freitagmittag mitteilte, wurde ihr Arbeitsverhältnis einvernehmlich beendet.

Ende März trat Petro das letzte Mal mit der Presse in Kontakt. Anfang April war der Kreisbote dann offiziell vom Rathaus informiert worden, dass Anfragen fortan nicht mehr an die Standort- und Wirtschaftsförderin, die auch als Pressesprecherin fungierte, sondern ans Vorzimmer des Bürgermeisters zu richten sind. Nachfragen, was hinter dieser Neuerung stecke, blieben seitens des Rathauses unbeantwortet: Personalangelegenheit – und damit nicht-öffentlich.

Petros Aufgaben werden nun unter den bestehenden Mitarbeitern aufgeteilt. Den Internetauftritt sowie die Öffentlichkeitsarbeit bewerkstelligen Geschäftsleiterin Bettina Schade und Bürgermeister Falk Sluyterman, heißt es in der Pressemitteilung vom Freitag. Der Rathauschef trete nun auch als „unmittelbarer Ansprechpartner für alle Anliegen der Werbegemeinschaft Altstadt beziehungsweise der ortsansässigen Betriebe“ auf. „Die Stelle war ja schon in der Vergangenheit teils länger vakant“, fasste Sluyterman am heutigen Freitag auf Nachfrage des Kreisboten zusammen.

Wie lange es dauert, bis ein Nachfolger antritt und ob es überhaupt dazu kommt, ist offen. Der Stadtrat habe sich mehrheitlich dafür ausgesprochen, den Status Quo bis zur Kommunalwahl 2020 so zu belassen, so die Pressemitteilung. Die Entscheidung, ob der Posten des Standort- und Wirtschaftsförderers wieder ausgeschrieben wird, soll danach getroffen werden.

Gründe bleiben offen

„Es kommt im Arbeitsleben nun mal vor, dass Verträge aufgelöst werden“, erklärte Sluyterman. Dass die Pressemitteilung der Stadt ohne Worte des Bedauerns über die beendete Zusammenarbeit auskommt, sei nicht überzubewerten. Gefragt nach den Errungenschaften, die während Petros Amtszeit erreicht wurden, wollte beziehungsweise konnte Sluyterman abermals mit Verweis auf personalrechtliche Verpflichtungen ebenso wenig sagen, wie über die Gründe und den genauen Zeitpunkt, wann der Vertrag mit der Standort- und Wirtschaftsförderin sein Ende fand.

„Über einen kurzen Zeitraum kann die Arbeit eines Wirtschaftsförderers nur wenig bewirken“, hatte Petro noch im August 2018 im Gespräch mit dem Kreisboten zum Ausdruck gebracht.

ras

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