Zwischenbilanz zur Kennzeichenliberalisierung

Darf‘s SOG sein?

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Anfangs war der Run groß. Heute prangt auf knapp 9.000 Fahrzeugen im Landkreis das Kürzel SOG.

Landkreis – Im neuen Jahr 2018 jährt sich der Startschuss der sogenannten Kennzeichenliberalisierung zum fünften Mal. Seit August 2013 steht es wieder allen Landkreisbürgern frei, bei ihrem Nummernschild zwischen den Kürzeln WM und SOG zu wählen. Der Kreisbote hat sich mit Alexander Maier, dem stellvertretenden Leiter der Zulassungsstelle, unterhalten und erfahren, wie groß die Beliebtheit, derer sich das damals teils heiß ersehnte SOG erfreut, wirklich ist.

Unterscheidungszeichen, so heißt das Kürzel links am Kfz-Kennzeichen korrekt, das meist Auskunft über die Herkunft des Fahrers gibt und so mitunter auch ein Stück weit identitätsstiftend ist. Nach der bayerischen Gebietsreform 1972, die die beiden damals eigenständigen Landkreise Weilheim und Schongau miteinander verband, war es vorübergehend nicht mehr möglich, das gewohnte SOG auf neu zugelassenen oder umgemeldeten Fahrzeugen anbringen zu lassen.

Das änderte sich erst 2013 wieder. Ab Anfang August konnten die entsprechenden Nummernschilder wieder angefragt werden, nach Ende der Sommerferien gaben die Mitarbeiter der Zulassungsstelle sie aus.

„Am Anfang war damals schon ein großer Run da“, erinnert sich Maier an die Tage im Spätsommer. Fast 1.000 Ummeldungswünsche erfüllten er und seine Kollegen binnen der ersten drei bis vier Monate – Kostenpunkt immerhin je 60 Euro. Ein Beleg für die große Sehnsucht nach dem SOG, das bis dahin nur noch auf einem Altbestand von rund 1.000 Fahrzeugen prangte.

Heute sind es wieder knapp 9.000 von insgesamt 130.000 Fahrzeugen aus dem Landkreis Weilheim-Schongau, die das SOG durch die Weltgeschichte fahren. Übrigens keineswegs ein Privileg, das nur Bürgern aus dem Altlandkreis Schongau vorbehalten ist. Auch Halter aus dem ehemaligen Landkreis Weilheim machen davon Gebrauch.

Auf rund fünf Prozent aller dorthin vergebenen Kennzeichen schätzt Maier den SOG-Anteil. Häufiges Motiv: Ist die Wunsch-Erkennungsnummer, also der oder die Buchstaben in der Mitte samt favorisierter Zahl, schon vergeben, wird auf das jeweils andere Ortskürzel ausgewichen.

Insgesamt, so Maier, hinterlegten aktuell rund ein Drittel der Schongauer Altlandkreis-Bürger, die bei der Zulassungsstelle vorstellig werden, ihren Wunsch nach einem SOG-Kennzeichen, zwei Drittel bevorzugten die WM-Variante. Das mag auch daran liegen, dass erst einmal stets automatisch ein solches mit WM-Kürzel zugewiesen wird. Ein SOG-Nummernschild entspricht per se einem Wunschkennzeichen und kostet 10,20 Euro.

Rasso Schorer

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