Gemeinsam, aber ungewohnt

Seit vergangenem Wochenende wieder öffentliche Gottesdienste im Altlandkreis Schongau

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Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Schongau weicht derzeit auf die St. Anna Kirche Heilig Geist aus. Etwa 40 bis 50 Gläubige finden dort bei gebotenem Abstand Platz.

Landkreis – Vielerorts haben am Wochenende erstmals wieder öffentliche Gottesdienste stattfinden können.

„Viele von uns freuen sich, dass wir wieder in Gemeinschaft Eucharistie feiern können“, fasst Schongaus katholischer Stadtpfarrer Norbert Marxer zusammen. Eine Rückkehr zum gewohnten kirchlichen Miteinander sei das aber noch nicht.

Wie umfangreich zum Beispiel das Schutzkonzept der bayerischen Diözesen ist sowie die hiesigen Ausführungsbestimmungen, schildert sein Kollege Sebastian Schmidt für die Pfarreiengemeinschaft Altenstadt. Zunächst dürfe nur in den zwei größten Kirchen einer Pfarreiengemeinschaft Gottesdienst gefeiert werden – dort sind Hygiene- und Abstandsregeln – von mindestens zwei Metern – besser einzuhalten. Die Stellen, wo die Besucher sitzen dürfen, sind mit einem roten Punkt markiert. Eine Nasen-Mund-Bedeckung ist Pflicht. Familien, die im gleichen Haushalt leben, dürfen zusammensitzen. Hierfür werden extra Familienbänke angeboten.Da durch die Abstandsregel der Platz begrenzt ist, ist teils eine Anmeldung erforderlich. Die kircheneigenen Gotteslob-Bücher dürfen nicht verwendet werden, Kommunion wird teils keine ausgeteilt. Ganz ähnlich hält es beispielsweise auch die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Peiting-Herzogsägmühle. Als Glücksfall habe sich die Sanierung der Dreifaltigkeitskirche erwiesen, schildert Jost Herrmann, Pfarrer der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Schongau. Weil man in die St. Anna Kirche Heilig Geist in der Innenstadt ausweicht, ist mehr Platz vorhanden. „Die Kirche ist für unsere Verhältnisse riesig, wir bekommen etwa 40 bis 50 Personen unter, mit Klappstühlen.“

„Wir sind sehr dankbar über die Entscheidung der Regierung, dass unter bestimmten Voraussetzungen wieder Gottesdienste gefeiert werden dürfen“, freut sich auch Pastor Markus Schmutz von der Glaubensgemeinschaft Jesus Haus Peiting.

Näheres findet sich auf den Internetseiten der Pfarreien.

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