Ab 55 Seniorenbeirat wählen – Schongau: Abstimmungsalter deutlich herab gesetzt

Einer Änderung der Satzung für den kommunalen Seniorenbeirat der Stadt Schongau hat der Stadtrat zugestimmt. Zwei Änderungen wurden beschlossen. Zum einen können sich Bürgerinnen und Bürger ab jetzt bereits mit 55 Jahren in den Seniorenbeirat wählen lassen. Zum anderen wird es in Zukunft keine Urwahl mehr geben.

„Es herrschte in der Vergangenheit im Seniorenbeirat die Meinung, dass Personen erst ab 65 als Senior angesehen werden, weshalb sie erst ab diesem Alter in den Seniorenbeirat gewählt werden können“, leitete der geschäftsführende Verwaltungsbeamte Bernd Liebermann ein. Es sei aber in den Medien schon seit langem von der „Generation 55 Plus“ gesprochen worden. „Wir wollen dieser Wandlung Rechnung tragen“, so Liebermann, der vorschlug, die Satzungsänderung so umzusetzen. „Das frühere Eintrittsalter vergrößert den Personenkreis der frei wählbaren Bürger. Dies wäre eine große Hilfe bei den Wahlen, die alle drei Jahre abzuhalten sind“, begründete Liebermann. Der Stadtrat kam seinem Ansinnen einstimmig nach. Diskussionsbedarf gab es beim zweiten Teil der Satzungsänderung. „Der Seniorenbeirat vertritt einstimmig die Meinung, dass die jetzige Zusammensetzung des Beirates durch die Mischung aus frei wählbaren Bürgern und Delegierten aus Vereinen, Verbänden und Kirchen sehr gut funktioniert. Alle Mitglieder vertreten die Belange der älteren Bürger und behinderter Menschen aus den unterschiedlichsten Kreisen der Stadt“, erläuterte Liebermann. Eine Urwahl, wie in der alten Satzungsfassung dargelegt, führe nach Auffassung der Seniorenbeiratsmitglieder zu keinem anderen Ergebnis, sondern verursache nur einen erheblichen Verwaltungsaufwand und Kosten. Dieser Argumentation wollte Brigitte Ressle von der UWV nicht folgen: „Die Urwahl war immer gut. Senioren sollen ihre gewählten Vertreter behalten.“ Kornelia Funke (CSU) verwies auf die einstimmige Abstimmung im Seniorenbeirat. Dem folgte auch der Stadtrat. Mit 15 zu sieben Stimmen votierte das Gremium für die Abschaffung der Urwahl.

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