Teilerneuerung läuft

Facelift für ein Wahrzeichen

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Griffen zum Spaten: (v. li.) Michael Kordon (Leiter Staatliches Bauamt in Weilheim), Markus Bader (Bürgermeister Rottenbuch), Anton Speer (Landrat Garmisch-Partenkirchen), Andrea Jochner-Weiß (Landrätin Weilheim-Schongau), Bundesminister Alexander Dobrindt und Helmut Schütz (Leiter der Obersten Baubehörde).

Rottenbuch – Sie ist Teil einer ganz wichtigen Verkehrsader und dazu noch eines der markantesten Bauwerke in der Region: die Echelsbacher Brücke. Doch bald 90 Jahre Lebensdauer haben ihre Spuren hinterlassen, nach mehreren Sanierungen muss die große Lösung her. Eine Teilerneuerung, die am gestrigen Dienstag ihren Spatenstich feierte.

Eine sehr anspruchsvolle Ingenieursleistung sei notwendig, um allen Herausforderungen gerecht zu werden, beschrieb Michael Kordon, Leiter des Staatlichen Bauamts in Weilheim, das Unterfangen: Die Brücke liegt mitten in einem FFH-Naturschutzgebiet, in ihr selbst hat sich eine Fledermauskolonie niedergelassen. Dazu gelte es, vor allem den charakteristischen Bogen zu erhalten, der seinerzeit „eine herausragende Leistung unserer Vorväter“ gewesen sei.

Als echtes Wahrzeichen adelte auch Bundesminister Alexander Dobrindt die „Golden Gate Bridge des Oberlands“, die laut Landrätin Andrea Jochner-Weiß zum Landkreis gehöre wie die Wieskirche und das Radom. Seit Ende Januar laufen die Vorarbeiten, ab April 2018 soll der Verkehr der B23 über eine Stahlbehelfsbrücke rollen, die mangels sinnvoller Umleitungsmöglichkeiten die 183 Meter breite und bis zu 78 Meter tiefe Ammerschlucht überspannen wird. 1 480 Tonnen schwer ist der Koloss und laut Kordon der größte und schwerste seiner Art in Deutschland. Das kostet Geld: 21,8 Millionen Euro nimmt der Bund für die gesamte Maßnahme in die Hand. „Davon lässt sich so manche formidable Ortsumfahrung bestreiten“, so Helmut Schütz, Leiter der Obersten Baubehörde. Allein acht Millionen sind für die Behelfsbrücke eingeplant. Sie soll ab Dezember 2020 wieder überflüssig sein und anschließend rückgebaut werden.

„1929 markierte die Fertigstellung der Brücke den Aufbruch in ein neues Zeitalter“, erinnerte Schütz. Die Einvernehmlichkeit, mit der die jüngsten Planungen abgewickelt werden konnten, sei Beleg für den ungebrochen großen Stellenwert. „Es gab einen Dialog mit Lösungen und ohne Klagen.“ Das Planfeststellungsverfahren sei in „Rekordzeit“ vollzogen worden. 

ras

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