Die Ampel kommt

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An der oberen Poststraße wird zeitgleich mit der Vorfahrtsänderung an der neuralgischen Kreuzung im Frühjahr eine Fußgängerampel errichtet.

Peiting – In Peiting kommt es zu einer Ampellösung. Das ist nicht politisch gemeint. Aber die Kommunalpolitiker haben entschieden, dass im Kreuzungsbereich Schongauer Straße/Hauptplatz eine Fußgängerampel installiert wird. Und zwar an der oberen Poststraße – gut zehn Meter östlich der Kreuzung. Sie wird im April aufgestellt. Dann wird sich auch die Vorfahrt an diesem neuralgischen Kreuzungspunkt mitten in Peiting ändern.

Ein Jahr lang wird dann in einem Versuch die Neuerung erprobt. Die bislang abknickende Vorfahrt wird aufgegeben. Bevorrechtigt ist dann, wer von Schongau kommend geradeaus Richtung Poststraße und Bahnhofstraße oder in umgekehrter Richtung unterwegs ist.

Gemeinsam mit der Fußgängerampel an der oberen Poststraße wird auch noch eine so genannte Vorampel in Höhe des Mode- und Bettenhauses Weißenbach errichtet. Diese schaltet synchron zur Anlage 25 Meter weiter östlich auf Grün bzw. Rot. Zweck der Vorampel ist es, dass Autofahrer bei Rot noch vor der Kreuzung anhalten und diese keinesfalls von Lkw oder Pkw versperrt wird, sollte ein Fußgänger die obere Poststraße überqueren.

Peter Ostenrieder, Sprecher der CSU-Fraktion, hätte sich die Fußgängerampel 20 Meter weiter unten gewünscht – in Höhe der Einfahrt zum Parkplatz auf der Nordseite des Sparkassenhauses. Die Situierung an der oberen Poststraße findet er „äußerst unglücklich“. So müssten Autofahrer, die von der Bahnhof- und Freistraße kommen, an einer leichten Steigung anhalten. Aber er lasse sich da eines Besseren belehren.

Ostenrieder stimmte wie die große Mehrheit für die Fußgängerampel an der oberen Poststraße. Vier waren dagegen: Nobert Merk, Michael Deibler, Gerhard Heiß und Andreas Barnsteiner. Norbert Merk begründete sein Nein damit, dass seitens des Marktbauamtes nur eine Firma angefragt wurde. Deswegen könne er nicht zustimmen, bekundete Merk.

Verlässlich bei der Wartung

Auf Nachfrage des Kreisboten erklärte Tiefbaureferent Gerhard Habersetzer am Tag nach der Sitzung, dass er nur bei der Firma Swarco Traffic System aus Haar bei München angefragt habe, weil diese in Peiting bereits alle anderen sieben Ampelanlagen aufgestellt habe und betreue. Bei Störungen seien Mitarbeiter dieses Betriebes immer schnell zur Wartung gekommen. Zuletzt habe die Firma sofort die Steuerung an der Ampel beim Bäcker Sesar, die wegen des Kreisverkehrs demontiert wurde, ausgebaut und bei der Signalanlage an der Füssener Straße (nahe der Gaststätten Buchberger und Keppeler) installiert, nachdem sich dort die bisherige sehr anfällig gezeigt hatte.

Die Kosten für die neue Fußgängerampel an der oberen Poststraße betragen gut 14 000 Euro pro Jahr fürs Errichten und für die Wartung. Wenn sie im April erstellt wird und zugleich die Vorfahrt an der Kreuzung geändert wird, soll laut Habersetzer nördlich von Betten und Mode Weißenbach auch der schmale Gehsteig um einen Dreiviertelmeter verbreitert werden.

Zwei Parkplätze weniger

Mit der Änderung der Vorfahrt sind zudem weitere Arbeiten erforderlich. Dazu gehört, eine Granitzeile im Kurvenbereich auszubauen und die Feinschicht des Asphalt abzufräsen. Für den Fußgängerweg müssen zwei Längsparkplätze aufgegeben werden. 

jj

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