Sicherheitswacht nimmt in Schongau ihren Dienst auf

Sieben Bürger sorgen dafür, dass Schongau sicherer wird. Hinten, mi. Bürgermeister Gerbl, re.: PI-Schongau-Leiter Rudolf Fischer und Dienstgruppenleiter Helmut Maucher. Foto: Jungwirth

Rund ein Jahr hat es gebraucht, bis die Idee in die Tat umgesetzt werden konnte. Doch nun ist es soweit. Im kleinen feierlichen Rahmen wurden sieben Bürgern die Ernennungsurkunden und die Dienstausweise im Amtszimmer von Bürgermeister Karl-Heinz Gerbl überreicht. Und bereits am vergangenen Wochenende hatten sie beim Night Groove Festival ihren ersten Einsatz.

„Ich erwarte eine positive Wirkung“, sagte Schongaus Bürgermeister und unterstrich, dass die neue Sicherheitswacht als Ansprechpartner für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt fungieren solle. „Mensch, da stimmt was nicht. Das müssen wir melden.“ So könnte der Satz lauten, der den sieben Männern im Alter zwischen 27 und 53 Jahren während ihres Dienstes gesagt wird. Zufrieden zeigte sich auch Schongaus Polizeidienststellenleiter Rudolf Fischer, der zudem die finanzielle Unterstützung des Freistaats Bayern für das Projekt hervorhob. „Es wurden hierfür eine Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Träger ist der Freistaat“, sagte Fischer. Er verwies darauf, dass das Projekt zunächst auf ein Jahr begrenzt ist. 13 Bewerber hatten sich gemeldet. „Es war auch eine Frau darunter“, berichtete Helmut Maucher, Dienstgruppenleiter bei der PI Schongau. Doch die sei irgendwann abgesprungen, wie andere auch. Übrig blieben sieben. Vier kommen aus Schongau, zwei aus Hohenpeißenberg und einer aus Wildsteig: Phillip Bissot, Michael Blumrich, Stefan Essig, Christian Lorenz, Johann Siemens, Andreas Völker und Manfred Wildegger. 40 Stunden wurden sie von Helmut Maucher in Sicherheitswachtgesetz und Strafrecht eingeführt. Ausgerüstet mit einer Dienstjacke und Dienstausweis gehen die Männer in Schicht und immer zu zweit oder zu dritt durch die Altstadt und sorgen von nun an dafür, diese noch ein Stück sicherer und lebenswerter zu machen. Für Johann Siemens jedenfalls ist das neue Ehrenamt gar nicht so neu. Elf Jahre war dieser bereits in Straubing bei der Sicherheitswacht gewesen, bevor er nach Hohenpeißenberg zog, um dort beim Deutschen Wetterdienst zu arbeiten. „Ich habe keine Erwartungen, will aber zur Verfügung stehen und dafür sorgen, dass weniger Ordnungswidrigkeiten geschehen“, sagte dieser.

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