Optik wieder ungebtrübt

Es geht voran bei der Entwässerung auf dem Hohen Peißenberg

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Schon beim morgigen Volkstrauertag soll von grünen Rohren an der Wallfahrtskirche nichts mehr zu sehen sein.

Hohenpeißenberg – Die Tage der grünen Rohre, mit denen die Wallfahrtskirche auf dem Hohen Peißenberg seit 2016 versehen war, sind gezählt. Der morgige Volkstrauertag soll bereits ohne die optischen Störelemente begangen werden.

Sechs Wochen wird es insgesamt gedauert haben, dann ist der erste Bauabschnitt der Dachentwässerung und des Berg­pfarrhofes geschafft. Am morgigen Sonntag, dem Volkstrauertag, soll von den optisch wenig schönen Rohren, sehr zur Freude von Kirchenpfleger Ernst Schmidhuber, nichts mehr zu sehen sein.

Im Jahr 2016 war es, wie Schmidhuber rückblickend berichtet, zu einem Erdrutsch am Südhang des Berges, unterhalb der Wallfahrtskirche, gekommen. Infolgedessen musste das Niederschlagswasser über den Nordhang statt wie bisher über den Südhang abgeleitet werden. Sicherheitsgründe machten dies erforderlich.

Als Provisorium wurden die grünen Rohre verlegt. Diese fingen das Wasser auf, um es dann auf dem Nordhang, beim ehemaligen Skilift, in einen Schacht abzuleiten. Dass es drei Jahre lang dauern würde, bis mit der endgültigen Maßnahme begonnen werden konnte, damit hatte niemand gerechnet.

Nun ist es aber endlich soweit. Im ersten Bauabschnitt wurde eine Leitung unterirdisch von der Südseite der Wallfahrtskirche zum Nordhang gegraben; der östliche Teil davon wurde zuerst fertiggestellt. Die Arbeiten am Südtrakt sollen rechtzeitig zum morgigen Sonntag abgeschlossen und das Provisorium abgebaut werden. Bis zum Jahresende folgt auch der West- und Nordteil. Das Ganze geschieht besonders vorsichtig mit einem speziellen Saugbagger, damit die Wurzeln der historischen Linden auf dem Hohen Peißenberg nicht verletzt werden.

Im zweiten Bauabschnitt wird dann eine Rigole auf dem Gelände des Deutschen Wetterdienstes gebaut – vorher muss allerdings eine Ausgleichsfläche geschaffen werden und dafür ein naturschutzrechtliches Gutachten vorliegen. Den Bau noch weiter zu verschieben, kam aber nicht in Frage – und dafür war in erster Linie nicht die Ästhetik ausschlaggebend: Damit die grünen Rohre im Winter nicht zufrieren sind sie mit Heizspiralen versehen. Und diese verursachen enorm hohe Stromkosten, was nicht noch ein Jahr lang zumutbar gewesen wäre. Daher wurde nun zumindest der erste Abschnitt in Angriff genommen, das Wasser wird aber vorerst weiter über besagten Schacht abgeleitet.

Weitere Baustellen

Mit den Bauarbeiten auf dem Hohen Peißenberg ist es damit aber noch nicht vorbei. Als weiteres Projekt steht die Sanierung der Fassade des Bergpfarrhofes in den Startlöchern. Hier werden Risse an der Fassade beseitigt, Fenster repariert beziehungsweise bei Bedarf ausgetauscht, die Fensterläden sollen möglichst nach historischem Vorbild, nach Farb-Vorgabe des Landesamtes für Denkmalschutz, erneuert werden. Auch die Sonnenuhr am Bergpfarrhof wird wieder farblich restauriert. Baubeginn ist hier frühestens nach den Feierlichkeiten zum Kirchenjubiläum am 17. Mai 2020. „Mir wäre es am liebsten, wenn am 18. Mai das Gerüst aufgestellt wird“, sagt Ernst Schmidhuber dazu schmunzelnd.

sl

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