Modernisierung und Erweiterung bis 2025

Schongauer Schulzentrum: Ein Mammut-Projekt

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So soll das Schulzentrum einmal aussehen: Braun gefärbt sind die geplanten Neubauten an Grund- (rechts oben), Real- und Mittelschule sowie am Gymnasium (links unten).

Schongau – Es ist eines der größten Projekte des Landkreises und der Stadt Schongau in den nächsten Jahren. Bis 2025 wird das Schulzentrum in der Lechstadt komplett neu gestaltet.

Vor einer Woche gab das Preisgericht den Sieger des Realisierungswettbewerbs bekannt, bei dem 20 Architekturbüros ihren Entwurf eingereicht hatten. Seit Mittwoch können sich Interessierte in der Schulturnhalle der Grundschule selbst ein Bild der Arbeiten machen. 

Zwei Tage lang hatten Fachpreisrichter, Sachpreisrichter und die Schulleiter der betroffenen Schulen die Modelle der Architekten genauestens unter die Lupe genommen. Allein bis um 19 Uhr des ersten Tages dauerte es, bis neun Arbeiten in die engere Auswahl gelangen. Bis spät in die Nacht beurteilten Arbeitsgruppe die verbleibenden Entwürfe. Am Mittag des Folgetags war es dann soweit: Der Sieger stand fest. Es ist das Werk der Fürstenfeldbrucker-Münchner Architekten-Arbeitsgemeinschaft „keiner balda & Maier Neuberger Project GmbH“.

 Schon beim ersten Rundgang sei der Entwurf mit seinen quadratischen Bauten ins Auge gesprungen, berichtete Landrat Friedrich Zeller. Am Ende habe er so überzeugt, dass die Entscheidung einstimmig gefallen sei und man sich entschlossen habe, auf einen zweiten Platz zu verzichten und stattdessen zwei dritte Plätze zu vergeben. 

Am Mittwoch bei der offiziellen Eröffnung der Ausstellung erläuterte Professor Jürgen Krug, der dem Preisgericht vorsaß, noch einmal, was den Ausschlag für den Entwurf der Fürstenfeldbrucker gegeben hatte. So sei etwa die Situation an der Grundschule besonders gut gelöst. Die neue Turnhalle bilde einen schönen Eingang und sei trockenen Fußes vom übrigen Gebäude erreichbar, was nicht in jedem Entwurf der Fall gewesen sei, betonte er. Die quadratischen Strukturen mit Lichthöfen böten zudem gute Entwicklungsmöglichkeiten, seien zeitgemäß und offerieren gute Möglichkeiten für Lernlandschaften. 

Besonders habe der Jury gefallen, dass der y-Bau einfach angeschlossen werde und dahinter eine große Freifläche für die künftige Entwicklung bleibe. Die quadratischen Baukörper hätten zudem noch einen weiteren Vorteil, erklärte Krug. Sie lassen sich einfach an bestehende Gebäude angliedern, was die Erweiterung der Realschule und des Gymnasiums erleichtere. Bei letzterem ersetzen die neuen Gebäude den in die Jahre gekommenen Kollegstufenbau sowie die Container. Nachbessern müssen die Architekten allerdings an der Mittelschule, bei der der Anbau im Entwurf die Glasfassade der Süd-Ost-Front verdecke, so Krug. „Aber das ist nur ein kleiner Makel.“

Das Urteil freute natürlich vor allem jene, die die Arbeit geschaffen hatten. „Es ist natürlich schön zu sehen, dass unsere Idee so gut angekommen ist“, sagte Sebastian Rickert, einer der Mitarbeiter am siegreichen Projekt, am Mittwoch. Und auch bei den Schulleitern ist die Erleichterung groß. „Wir durften uns richtig einbringen“, sagte Realschulleiter Christian Zingler. 

Bis die ersten Bagger rollen, dürfte es freilich noch eine Weile dauern. Als nächstes folgen die offizielle Vergabe und die Detailplanungen. Fest steht nur, dass der Landkreis anfängt und die Stadt Schongau, die für die Grundschule zuständig ist, nachzieht. „Das Geld haben wir schon eingeplant“, sagte Zeller. Laut grober Kostenschätzung muss der Landkreis rund 16 Millionen Euro aufwenden, die Stadt immerhin noch stolze 13 Millionen. Nicht eingeplant ist dabei die Mensa. Dass sie kommen wird, versicherte Zeller: „Und ganz bestimmt vor 2025.“ Christoph Peters

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