Siegerehrung im Ballenhaus

"Schongau bewegt sich": Fast einmal um die Welt

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Bürgermeister Falk Sluyterman und Wirtschaftsförderin Yvonne Voigt (Mitte) mit den Vertretern der besten Teams. Von rechts Dieter Rupp (AOK) und Hauptamtsleiterin Bettina Schade.

Schongau – 41.460.317: Was wie die Gewinnsumme einer Lotterie anmutet, ist vielmehr das Ergebnis harter Arbeit. Umgerechnet fast einmal um den Erdball sind die Teilnehmer der Gesundheitsaktion „Schongau bewegt sich“ binnen vier Wochen gelaufen. Den Sieg staubte ein Team der Sparkasse ab.

Wer Falk Sluyterman kennt, der weiß, dass eine gehörige Portion Ehrgeiz in ihm steckt. Doch bei der Siegerehrung im Ballenhaus am vergangenen Freitag musste sich der Schongauer Rathauschef eingestehen, dass alle Mühen diesmal vergebens gewesen waren. Nicht nur hatte sein Team den Sieg bei „Schongau bewegt sich“ verpasst, sondern war auch noch – trotz 529.234 absolvierten Schritten – in der Endabrechnung bis auf Platz sechs durchgereicht worden. „Das Ziel, das Bürgermeister-Team zu schlagen, hat geklappt“, räumte Sluyterman ein. Als Verlierer fühlte sich der Rathauschef aber dennoch nicht. „Wir sind alle Sieger, denn wir sind in den letzten Wochen mehr gelaufen, als wir hätten müssen.“

Tatsächlich hatten sich die rund 100 Teilnehmer mächtig ins Zeug gelegt. Im Schnitt legte jeder pro Tag rund 14.800 Schritte zurück, das entspricht rund zehn Kilometern. Entsprechend schnell war das eigentliche Aktions-Ziel von 24 Millionen Schritten erreicht. Am Ende stand der Zähler erst bei fast 42 Millionen still.

Die größte Ausdauer bewies dabei das Siegerteam „Sparkassenpower“, das mit 590.476 Schritten im Schnitt am Schluss ganz vorn lag und die beiden Raiffeisenbank-Mannschaften „Raiba Pfaffenwinkel“ (562.719) und „Raiba bewegt“ (549.659) auf die Plätze zwei und drei verwies. Insgesamt hatten 23 Teams mitgemacht. „Wir sind bei jedem Wetter gelaufen und alles in der Freizeit“, verriet Karin Müller, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Marina Waldmann die Goldmedaillen für ihr Siegerteam entgegennahm. Neben Gutscheinen fürs Plantsch, die auch die Zweit- und Drittplatzierten erhielten, durften sich Müller und Co. auch noch über eine Stadtführung freuen.

Wirtschaftsförderin Yvonne Voigt, die die Aktion ins Leben gerufen hatte, zog ein positives Fazit. Sie hatte die Teilnehmer per Fragebogen um ein Feedback gebeten. Zwei Drittel hielten die Aktion für „sehr gut“ oder sogar „ausgezeichnet“, immerhin knapp 50 Prozent bewerteten sie mit „ziemlich gut“. „Nicht so gut“ fanden sie 15 Prozent der Teilnehmer. Für Unmut sorgten dabei laut Voigt vor allem Probleme mit der Technik und dass nur Schrittzähler einer bestimmten Firma verwendet werden konnten. Letzteres werde sich aber voraussichtlich bis zur nächsten Auflage ändern, kündigte sie an. Besonders freute Voigt, dass fast drei Viertel der Teilnehmer angaben, sich auch nach dem Ende der Aktion mehr bewegen zu wollen als zuvor.

Lobend äußerte sich Dieter Rupp von der AOK, welche die Aktion genau wie die Krankenhaus GmbH unterstützt hatte. „Wir hatten nur positive Rückmeldungen.“ Von 20 Mitarbeitern am Schongauer Standort hätten 14 mitgemacht, der „Suchtfaktor“ sei enorm gewesen. Fortsetzung folgt?

Christoph Peters

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