Bürgermeister bedauert:

Kein flächendeckendes Feuerwerksverbot in Schongau

Silvester Feuerwerk Schongau Böller Raketen
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Ein flächendeckendes Feuerwerksverbot könne es in Schongau auch 2020 nicht geben, bedauert Bürgermeister Falk Sluyterman.

Schongau – Böllern oder nicht, diese ohnehin schon alljährlich diskutierte Frage wird 2020 noch um einen weiteren Aspekt erweitert: Ist es überhaupt erlaubt? Schongaus Bürgermeister Falk Sluyterman hat nun seine Sicht in einer Bekanntmachung zusammengefasst.

Ein generelles, stadtweites Verbot zum Abbrennen von Feuerwerkskörpern sei rechtlich nicht möglich, erörtert der Rathauschef seine Einschätzung. So halte es auch die Kommunalaufsicht des Landratsamtes. Bestätigt sieht er sich auch durch eine Eilentscheidung des Verwaltungsgerichts Augsburg. Dieses hatte zuletzt das von der Stadt Augsburg für Silvester erlassene komplette Feuerwerksverbot gekippt. Augsburg hatte zuvor mit Hinweis auf die Verletzungsgefahr und die Überlastung der Kliniken durch Corona-Infektionen ein vollständiges Feuerwerksverbot auch für private Grundstücke beschlossen.

Die Fuggerstadt argumentiert somit ähnlich wie Peiting. Dort hatte man jüngst ein flächendeckendes Feuerwerksverbot diskutiert. Auch Sluyterman selbst teilt diese Sorgen „mit Blick auf die alljährlichen Unfälle mit Pyrotechnik“.

Dass in seiner Stadt kein flächendeckendes Feuerwerksverbot getroffen werden könne, bedaure er sehr, so Sluyterman. Er verstehe, dass für viele Schongauer das Abbrennen von Silvesterraketen eine schöne Tradition ist. „Trotzdem bitte ich Sie in diesem Jahr unbedingt darauf zu verzichten, um vor allem keine weitere Belastung für unser Krankenhaus zu verursachen, auch wenn es möglicherweise nach der aktuellen Corona-Verordnung ein ‚Schlupfloch‘ hierfür gäbe.“ Als Gründe für einen Verzicht nennt er zudem das Schonen von Umwelt, Haus- und Wildtieren. „Zudem gilt natürlich wie jedes Jahr das Verbot von Abbrennen jedweder Pyrotechnik in der Altstadt, am Schwanenweiher, im Bereich der Bücherei und am Schloßberg.“

Davon ab weist Sluyterman auf die Coronavorgaben hin: Öffentliche Zusammenkünfte und Feiern fallen aus. Zudem gelten auch an Silvester die Ausgangsbeschränkungen: „Pyrotechnik abzubrennen stellt keinen triftigen Grund zum Verlassen der Wohnung dar“, erklärt der Bürgermeister. Und nachts, das heißt von 21 Uhr bis 5 Uhr, gilt ohnehin die landesweite nächtliche Ausgangsperre.

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