Diskussion um Einführung

»SoBoN« für Schongau?

SoBoN Schongau Benefiziumstraße Baustelle
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Mit einer Richtlinie hätte die Stadt mehr Handhabe, wie gebaut werden soll. Hier die Baustelle an der Benefiziumstraße, wo die beiden Bestandsgebäude abgerissen wurden und künftig die Immobiliengesellschaft Vonovia bauen wird.

Schongau – Penzberg hat sie, Landsberg hat sie – bekommt Schongau nun auch eine Richtlinie zur sozialgerechten Bodennutzung (SoBoN)? Mit der Zielsetzung eines solchen kooperativen Baulandmodells soll sich nun der Bau- und Umweltausschuss näher befassen.

Die langfristige Versorgung der Bevölkerung mit bezahlbarem Wohnraum und die Entlastung der städtischen Finanzen hat SPD-Fraktionsvorsitzende Ilona Böse dabei im Sinn. Ihr Antrag fand sich nun auf der Tagesordnung der jüngsten Stadtratssitzung wieder. „Mit dieser Richtlinie wollen wir ein verbindliches Regelwerk schaffen, das bei der Entwicklung von Grundstücken Transparenz, Gleichbehandlung und Kalkulierbarkeit sicherstellt“, begründete Böse den Antrag.

Im Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) seien leistbare Wohnungen verankert, führte die Stadträtin weiter aus. Auch im Zuge der Nachverdichtung sei dies ein interessanter Aspekt. Ihr Vorschlag war es, sich an den Richtlinien aus Penzberg und Landsberg zu orientieren. Dass so eine Einführung nicht von heute auf morgen stattfindet, sei klar, so Böse. Jedoch könnte beispielsweise der Bauausschuss gemeinsam mit dem Bauamt Eckpunkte erarbeiten, schloss sie.

Stadtbaumeister Sebastian Dietrich erklärte, dass zunächst eine Analyse notwendig sei und konkrete Ziele erarbeitet werden müssten. „Wir sollten uns da Zeit für Information und Vorbereitung nehmen“, so Dietrich, der auf eine „ganz besondere Konstellation in Schongau“ verwies. Dazu zähle auch, dass man den zen­tralen Doppelort mit Peiting berücksichtigen müsse und dass Schongau nur wenige Flächen zur Verfügung stünden. Insgesamt handele es sich hier um einen längeren Prozess, „zwei Jahre mindestens“, erklärte der Stadtbaumeister.

Die Thematik bald anzugehen und „was zustande zu bringen“, forderte Kornelia Funke (CSU). Ihr Parteikollege Michael Eberle stellte die Frage, was denn in der Zwischenzeit geschehe. Man könne durchaus von Bauherrn auch den Sozialbau fordern, so Eberle weiter. Ohne Richtlinie funktioniere so etwas immer schlecht, entgegnete Stadtbaumeister Dietrich. Mit dem weiteren Vorgehen soll sich nun der Bauausschuss befassen, wie der Stadtrat einstimmig beschloss. Eine Informationsveranstaltung soll vorbereitet werden.

asn

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