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Spaß hoch 30 beim Soier Gaudiwurm

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Natürlich durften Anspielungen auf Donald Trump beim Soier Umzug nicht fehlen. © Sommer

Schwabsoien – Narren, soweit das Auge reichte: Am Samstag lockte der Schwabsoier Gaudiwurm erneut an die 4 000 Fastnachter ins Mühlendorf. Die bekamen bei der 25. Auflage des Faschingsumzugs unter anderem zu sehen, wie Geflügel in den Stall verbannt wurde, Steingadens Junggesellen sich Mut antranken für die Ehe und warum die Schongauer einen Schrägaufzug brauchen.

Dreißig Themengruppen – 22 Gaudiwagen und acht Fußgruppen – zogen begleitet von einem halben Dutzend Musikkapellen und Trommlerzügen aus nah und fern sowie den Gardewagen aus Hohenfurch, Schwab­soien und Schongau mit den jeweiligen Prinzenpaaren durch den Ort. Zeigten die Großen ihren Prunk mit ebensolchen Wagen, begnügten sich die Minis mit liebevoll instand gehaltenen kleinen Traktoren.

Manche Fußgruppe schlüpfte gar in ein neues Gewand: So wurden aus den Landfrauen venezianische Schönheiten und eine weitere Damengruppe zur süßen Verführung, die mit der Piemontkirsche noch dazu hochprozentig war. Spätestens bei der Feuerwehr aber wurde jede Gruppe nicht nur entsprechend begrüßt, sondern auch die Maske gelupft.

Einen Blick in die Zukunft riskierten die Schwabsoier Faschingsfreunde. Sie hatten erkannt, dass die Themen Automatisierung und Roboter uns noch lange begleiten werden. Warum also nicht gleich für den blechernen Freund eine Turbo-Ladestation bereitstellen, damit er nach dem Fegen gleich wieder Power hat oder im Büro problemlos weiter schuften kann?

An der Power fehlt es derweil dem Schongauer Bürger. Das glaubt zumindest die Landjugend aus Altenstadt zu wissen, die sich über die Schrägaufzugs-Pläne der Lechstadt amüsierte. Dass es billiger geht als alle Lösungen aus dem Schongauer Rathaus, das bewies die Truppe auch gleich und hatte kurzerhand eine Skiliftkabine zweckentfremdet.

Am Ende hieß es dann: Nach dem Umzug ist vor dem Festzelt, das am Ostende des Ortes auf die Feierwilligen wartete. Bis spät in die Nacht hinein spielten dort die Bands Allgäu-Feager und Bloody Chickenheads, für die interessanterweise keine Stallpflicht galt.

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