Dezenter und einheitlicher

Sparkasse will Gebäude in der Münzstraße neu gestalten

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So sollen die Fassaden der fünf Häuser, die zum Großteil der Sparkasse Oberland gehören, in der Münzstraße 32 bis 36 gestaltet werden.

Schongau – In einheitlichem Weiß und Grau soll künftig die Sparkasse Oberland in der Schongauer Münzstraße erscheinen. Diese Pläne stellten Architektin Lisa Scharl und Robert Christian Mayer, bei der Bank für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit zuständig, in der Bauausschusssitzung am Dienstag vor. Mit 6:1 Stimmen segnete das Gremium die Fassadengestaltung sowie die Errichtung neuer Werbeanlagen ab.

Die Bank stehe bei der Neugestaltung der Fassade vor einigen Problemen, wie Mayer im Gremium darlegte. Zum einen befinden sich lediglich viereinhalb der fünf Häuser im Besitz der Sparkasse, was eine Abstimmung mit dem weiteren Eigentümer erforderlich macht. Zum anderen erschwere es die Farbe der Fenster, einen passenden Farbton für die Fassade zu finden. Es handelt sich dabei, laut Mayer, um einen Petrol-Ton, welcher für die Augen nicht leicht zu ertragen sei. „Die Farbe kann nicht überstrichen werden, 80 Fenster rauszureißen ist aber auch nicht rentabel“, so der Bank-Mitarbeiter. Also muss man sich wohl oder übel mit der Farbe abfinden. Neben dem Petrol der Fenster muss die neue Farbe natürlich auch mit dem Sparkassen-Rot harmonieren.

Der Vorschlag von Lisa Scharl von Holzer Architekten in Wolfratshausen: Die Wände sollen in einem zurückhaltenden Weiß und hellem Lichtgrau gestaltet werden. Die graue Farbe ist auch für das denkmalgeschützte Gebäude mit der Nummer 32 – dabei handelt es sich um das ehemalige Gasthaus Weißes Lamm – vorgesehen, das bisher noch in Blau erscheint. Hier habe man sich an der neu gestalteten Sparkasse in der Weilheimer Innenstadt orientiert, so Scharl. Das Denkmalamt habe bereits Zustimmung signalisiert.

Die Werbeanlagen sollen insgesamt an den fünf Gebäuden dezenter ausfallen und aufgemalt werden. Sie entsprechen somit auch der Werbesatzung der Stadt. Am Einzeldenkmal wird das Logo auch nicht im Sparkassen-Rot erscheinen, sondern in dezentem Dunkelgrau. Einen ersten Vorschlag der Sparkasse bezüglich der Werbeanlagen hatte der Bauausschuss im November abgelehnt (der Kreisbote berichtete), weil er nicht der Werbesatzung entsprach.

Von Seiten der Stadt wurden die neuen Entwürfe gut angenommen. Als besonders positiv hob Michael Wölfle vom Bauamt hervor, dass die rote Stele vor dem Eingang entfernt und auch die überdimensionale Klingel- und Briefkastenanlage verkleinert werden soll. „Zur farblichen Fassadengestaltung ist zu sagen, dass sich diese gut in das Straßenbild einfügt“, lautete das Fazit der Verwaltung.

Dieser Meinung folgte der Großteil des Gremiums. Stephan Hild (UWV) sah in dem Entwurf eine „Aufwertung“. Zudem komme so das Mosaik am Eckhaus besser zur Geltung. „Ein Bekenntnis zum Standort“ erkannte Bürgermeister Falk Sluyterman in der Neugestaltung.

Einzig Bettina Buresch (ALS) störte sich an der einheitlichen Farbgebung: „Der ganze Komplex wirkt dadurch ein bisschen langweilig“, sagte sie. In der ganzen Altstadt gebe es lauter bunte Einzelhäuser. Dass die fünf Häuser alle unterschiedlich sind, könnte man besser betonen. Sie stand damit allerdings allein. Mit ihrer Gegenstimme wurde der Entwurf mit großer Mehrheit abgesegnet. „So kann man wenigstens ablesen, dass alles zur Sparkasse gehört“, fand das Stadtoberhaupt. 

Astrid Neumann

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