Neuer Kindergarten immerhin in Sicht

50 Kinder in Hohenpeißenberg in Betreuungs-Notgruppen

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Früher Bank, jetzt Kinderkrippe: Im ersten Stock der Sparkasse an der Hohenpeißenberger Hauptstraße werden ab September rund 25 Kinder betreut.

Hohenpeißenberg – Etwa 50 Kinder hätten beinahe in Hohenpeißenberg nicht betreut werden können. Eine Lösung hat man dann aber doch noch gefunden. Eine Gruppe Vorschulkinder wird ab September in der Schule, eine Gruppe Krippenkinder im ersten Stock der ehemaligen Sparkassenfiliale untergebracht.

Hohenpeißenbergs Bürgermeister Thomas Dorsch zeigt sich mit dieser Übergangslösung sehr zufrieden. Die Alternativen wären nämlich nicht allzu rosig gewesen. Die hätten gelautet „Container oder Klage“, macht das Gemeindeoberhaupt klar. Eine Unterbringung im Container wäre die einzige Möglichkeit gewesen. Ansonsten hätte man die Kinder schlichtweg nicht unterbringen können, wodurch die Eltern die Möglichkeit zu einer Klage gehabt hätte, erklärt der Rathauschef.

Glücklicherweise konnte das aber abgewendet und eine Lösung gefunden werden. Eine Gruppe von rund 25 Vorschulkindern kann in der Schule betreut werden. Das sei bereits zuvor schon einmal so praktiziert worden und auch gut angekommen. Die Vorschulkinder müssten später lediglich die Räume wechseln, das Schulgebäude an sich sei ihnen dann bereits vertraut. „Der Übergang zur Schule fällt den Kindern leichter“, ist Thomas Dorsch überzeugt. Sie werden vom Caritas Kindergarten betreut.

Die andere Gruppe mit etwa 25 Krippenkindern zieht zum ersten September in das Sparkassengebäude an der Hauptstraße. Sie wird von der Kinderhilfe Oberland betreut. „Wir haben in beiden Fällen optimale Räume gefunden“, zeigt sich Dorsch zufrieden. Vor allem habe man aber Glück mit dem Personal, das sich bereit erklärt, die Gruppen außerhalb der anderen Kindergärten zu betreuen. Der Bürgermeister ist zudem froh, dass nun nicht auf Container zurückgegriffen werden muss. „Es wäre uns nichts anderes übrig geblieben“, so Dorsch.

So weit wird es nun nicht kommen. Langfristig gibt es aber nur eine einzige Lösung: ein weiterer Kindergarten im Ort. Zwar sei hier noch nichts spruchreif, in nächster Zeit wird dazu allerdings eine offizielle Entscheidung fallen. Der neue Kindergarten wird vermutlich in einem bereits bestehenden Gebäude integriert, deutet Dorsch an. Umbaumaßnahmen würden dann wohl ungefähr zwei bis drei Jahre in Anspruch nehmen.

Der Gemeindechef rechnet damit, dass der Bedarf auch weiterhin so hoch bleibt bzw. die Kinderzahl auch noch steigt. Allerdings ist die Planung schwierig. „Viele Eltern entscheiden sich recht spontan, wann sie ihr Kind in eine Krippe geben wollen“, sagt Dorsch. In der Gemeinde habe es deshalb auch eine eigene Umfrage gegeben. Auch der Landkreis hatte eine solche gemacht (wir berichteten). Eine Grundtendenz könne man da schon ablesen, aber es könne auch sein, dass das Ergebnis dann zu dem Zeitpunkt schon gar nicht mehr aktuell ist, gibt der Hohenpeißenberger Rathaus­chef zu bedenken.

Allein ist die Gemeinde am Bayerischen Rigi mit dieser Problematik nicht. Vielen Orten im Landkreis geht es ähnlich. Während in Schongau 25 und in Peiting 28 Kitaplätze fehlen, steht die Kreisstadt Weilheim vor über 100 fehlenden Plätzen. 

asn

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