Bauarbeiten haben begonnen

Spatenstich für den Bikepark

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Der symbolische Spatenstich für den Bikepark an der Schärflshalde in Schongau ist gemacht.

Schongau – Viel wurde in den vergangenen Jahren über ihn diskutiert, seit diesem Montag nimmt der Bikepark an der Schärflshalde hinter dem Schongauer Eisstadion Gestalt an. Schon in spätestens acht Wochen soll die Anlage mit ihren fünf Strecken in Betrieb gehen.

Die ersten Spuren der kommenden Veränderung waren am Montag beim Spatenstich-Termin bereits sichtbar. Bagger hatten mit den Erarbeiten begonnen, die bestehenden Bäume hatte die ausführende Firma zum Schutz vor den schweren Geräten mit einem Holzkorsett eingekleidet. Besonders aber sprangen die unzähligen kleinen Holzpflöcke ins Auge, die die künftigen Strecken markierten und so schon einmal grob erahnen ließen, wo sich in zwei Monaten die Biker an der Schärfls­halde mit ihren Fahrrädern austoben können.

Bis hierhin war es freilich ein langer Weg, wie Bürgermeister Falk Sluyterman erinnerte, der zum Spatenstich natürlich passenderweise mit dem Rad gekommen war. Begonnen hatte er 2012. Damals löste die Stadt den Bolzplatz an der Marktoberdorfer Straße auf mit dem Versprechen, Ersatz zu schaffen. Im Juni 2013 war die Idee eines Bikeparks an der Schärflshalde geboren, im Herbst präsentierte man dem Stadtrat ein erstes Konzept, ein Jahr später folgte der Grundsatzbeschluss.

Doch das Projekt war von Beginn an nicht unumstritten. Anwohner fürchteten den Lärm und auch die hohen Kosten wurden kritisiert. Ersteren Punkt räumte die Stadt mit einem Lärmgutachten aus, bei zweiterem setzte man auf Leader-Förderung – mit Erfolg. Im vergangenen Jahr erhielt die Stadt die Förderzusage in Höhe von 50 Prozent der Kosten von 195000 Euro.

Dass das Geld hier gut angelegt ist, davon ist Ethelbert Babel überzeugt. „Das Projekt erfüllt unsere drei Förderkriterien sehr gut“, betonte der zuständige Leader-Manager vom Amt für Landwirtschaft und Forsten in Kempten, der gemeinsam mit Vertreterinnen der lokalen Aktionsgruppe Auerbergland-Pfaffenwinkel zum Spatenstich erschienen war. Er hob die Beteiligung der Öffentlichkeit hervor, wie sie im Vorfeld stattgefunden habe und nach Fertigstellung durch die Bikepark-Paten weitergeführt werde. Zudem sei der Ort gut gewählt, das Konzept stimmig und nachhaltig. „Es ist eine runde Sache.“

Dieser Überzeugung ist auch der Bürgermeister. Er habe viele Zuschriften bekommen, in denen sich Bürger nach dem Stand des Projekts erkundigt hätten, berichtete Sluyterman, der dies als Zeichen dafür wertete, dass die Freizeitanlage trotz vereinzelter Kritik in der Bevölkerung insgesamt positiv bewertet würde. „Ich werde den Bikepark mit meinen Jungs auf jeden Fall öfters in Anspruch nehmen“, kündigte er schon einmal an.

Sechs bis acht Wochen wird es noch dauern, bis die fünf Strecken, das Wegenetz sowie der Sitzbereich fertiggestellt sind. Nach den ersten vorbereitenden Arbeiten werde sich der beauftragte Berliner Fachplaner Joscha Forstreuter zwei Wochen lang persönlich ans Steuer des Baggers setzen, um die Bahnen zu modellieren, verriet Stadtbaumeister Ulrich Knecht – Feintuning für Funcross, Pumptrack, Kids-Pumptrack, Dirtjumps und Cross-Country.

Dafür, dass eine der Eschen auf dem 17 000 Quadratmeter großen Grundstück der Motorsäge zum Opfer fiel, kann Forstreuter übrigens nichts. „Der Baum war krank und nicht mehr standsicher, wir mussten ihn fällen“, so Knecht.

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