"In die Zukunft denken"

Spatenstich zum Innovationszentrum der Neumann & Neumann GmbH in Morgenbach

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Gemeinsamer Spatenstich zum Bau des Innovationszentrums in Wildsteig-Morgenbach. Von links: Bürgermeister Josef Taffertshofer, der elfjähige Andreas Neumann mit Mutter und Geschäftsführerin Eva Neumann, Unternehmensprokurist Martin Hipp sowie der Geschäftsführer der bauausführenden Johann Buchner GmbH Thomas Klein.

Wildsteig – „Hier entsteht etwas Besonderes“. Das und noch mehr wusste Eva Neumann, die Geschäftsführerin der Neumann & Neumann Software und Beratungs GmbH am vergangenen Montagvormittag ihren geladenen Gästen im Wildsteiger Ortsteil Morgenbach zu berichten. Anlass der Zusammenkunft mit mehreren Teilnehmern war der feierliche Spatenstich zum Bau eines nicht alltäglichen Gebäudes. Eva Neumann legte in ihrer Ansprache dar, dass dieser Tag der Auftakt zum Bau eines firmeneigenen Innovationszentrums darstelle.

Zur Firmenphilosophie der beiden zusammengehörenden und seit gut 20 Jahren in Steingaden ansässigen mittelständigen Unternehmen Neumann & Neumann Software und der gleichnamigen Beratungs GmbH mit ihren insgesamt knapp 40 Mitarbeitern gehöre es, dass man Dinge anders tue als andere und damit der Zeit meistens weit voraus sei. „Dazu gehört auch der Neubau von diesem Gebäude“, so die 52-jährige Eva Neumann.

Die Unternehmen werden von ihr und ihrem Bruder Oswald geführt. Dieser war beim Spatenstich aber nicht dabei, da er sich im Urlaub in Dänemark befand.

„Es ist unsere Aufgabe und unsere Leidenschaft neue Ideen rund um die Digitalisierung von Qualitätsprozessen weiter zu entwickeln und in die Zukunft zu denken“, so Eva Neumann. Die Arbeitswelt habe sich rasant entwickelt und die Coronakrise habe die diesbezüglichen Veränderungen nur beschleunigt. Dabei hob sie ausdrücklich hervor, dass man sich beim Bau des Innovationszentrums ganz bewusst für einen ruhigen Ort entschieden habe, um losgelöst vom „Tagesgeschäft“ und fernab von Großstadthektik Innovationen für das eigene Unternehmen und dessen Kunden zu entwickeln. Das Homeoffice und die Digitalisierung ständen im Vordergrund. Jetzt und auch künftig sei es daher umso wichtiger, einen Ort zu haben, an dem sich Menschen wieder in Ruhe treffen und austauschen können.

Sie freue sich darauf, dass genau hierfür in der herrlichen Voralpenlandschaft ein digital top modern ausgestattetes neues Gebäude mit Urlaubs-Charakter entstehen wird. „Die Atmosphäre eines großen Wohnzimmers und einer ‚Almstube‘, kombiniert mit der Arbeitswelt 4.0“, führte Eva Neumann aus. „Es entstehen Räume zum gemeinsamen Denken, Lernen und Entspannen. Für Teamworkshops mit Mitarbeitern und auch für unsere Kunden und Partner“, teilte sie weiterhin mit. Und das völlig digital und papierlos. Es werde dort keinen Drucker und keinen herkömmlichen Schreibtisch geben, so Eva Neumann. Dafür aber gemütliche Sofalandschaften mit Kaminecke, bequeme Sitzfenster und Sessel, urige Eckbänke sowie eine Spieleecke für Erwachsene und Kinder. Auch werde es eine große Terrasse mit Pizzaofen und Grill sowie einen Wellnessraum mit Sauna geben. Und ein sogenanntes Camping-Fass „für alle, die dort auch mal übernachten möchten.“

Das Gebäude sei auch dafür ausgelegt, sich dort auch außerhalb der Arbeitszeit zu treffen und zu entspannen. „Innovationen brauchen einen Raum und Innovationen brauchen Zeit“, führte sie abrundend als Leitbild von Neumann & Neumann an. Auch den Partnern und Kunden des Unternehmens, für die man Qualitätsprozesse digitalisiere und die dazu erforderliche Software entwickle, möchte sie das Gebäude zur zeitlichen Buchung überlassen.

Die QM-Software e-QSS wird für jeden Kunden individuell angepasst und weiterentwickelt. Die Software ist in über 30 Konzernen in rund 80 Ländern – auch mehrsprachig – im Einsatz.

Allseitige Begeisterung

Eva Neumanns Vorfreude auf die im Juli 2021 geplante Eröffnung des Innovationszentrums war augenscheinlich. Zum Ende ihrer Ansprache wünschte sie allen an der Errichtung Beteiligten einen guten und unfallfreien Bauverlauf, wenig Lärmbelästigung für die künftigen Nachbarn und „viele schöne neue Begegnungen“ in dem neuen Gebäude. Nach dessen Fertigstellung ist darüber hinaus die Verlagerung der Verwaltungs GmbH von Steingaden nach Wildsteig vorgesehen.

Thomas Klein, Geschäftsführer des ebenfalls in Morgenbach beheimateten Bauunternehmens Johann Buchner GmbH zeigte sich bei seiner Ansprache mehr als nur erfreut darüber, mit der Planung und der bevorstehenden Bauausführung des Innovationszentrums betraut worden zu sein. Auch bei ihm war die Begeisterung zu der von ihm als „Meilenstein“ bezeichneten Bauausführung, bei der natürliche Baumaterialien, insbesondere natürliches Holz verwendet werden, offensichtlich. Hinzu komme eine innovative Heizanlage, die neben Wärme auch Kühlung im Sommer verspricht. Und dass der Einbau eines Kaminofens in ein Bürogebäude genauso wie der einer Almhütte mit Holzwerk nicht zum Tagesgeschäft gehöre, dürften seine Zuhörer schon gewusst haben. „Wir haben uns so gefreut, dass wir so was machen dürfen“, resümierte er.

Genauso wie er zeigte sich auch Wildsteigs Bürgermeister Josef Taffertshofer überaus angetan davon, was in seiner handwerklich und bäuerlich geprägten Gemeinde entsteht. „Ich bin überzeugt, dass ihr da den richtigen Weg wählt“, stellte er anerkennend fest.

Hernach ging es gleich zu fünft ans Werk. In Anwesenheit des Bürgermeisters von Steingaden Max Bertl sowie weiterer Gäste als auch eigenen Unternehmensmitarbeitern setzten Josef Taffertshofer und Thomas Klein sowie Unternehmensprokurist Martin Hipp als auch der elfjährige Sohn von Eva Neumann Andreas gemeinsam mit dieser zum Spatenstich an. 

Manfred Ellenberger

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