Betrieb investiert sechs Millionen

Start für ept-Erweiterung

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Spatenstich zur Werkserweiterung bei ept mit einer Frau und sieben Männern. Michael Winter vom Ingenieurbüro Mayr (Heizung, Lüftung, Sanitär, Elektro, Peißenberg), Architekt Siegfried Bommersbach, Heinz Pichler vom Gebäudemanagement, Bernhard, Leni und Thomas Guglhör, Bürgermeister Michael Asam und Peter Schrehardt von der Firma Haseitl Bau (v. links).

Peiting – Nach einem komplizierten und langwierigen Genehmigungsverfahren kann die Firma ept in Peiting das Werk erweitern. Der Anbau im Osten hat eine Fläche von 3.100 Quadratmetern. Weil es zum Teil zwei Stockwerke sind, wird die Nutzfläche mit 4.600 Quadratmetern deutlich größer ausfallen.

Im Erdgeschoss wird Platz für das Lager und die Stanzerei geschaffen. Ins Obergeschoss kommt die Lehrwerkstatt, die fast doppelt so groß wird wie die bisherige. Hinzu kommen noch Kantine, Büros, Besprechungsräume sowie ein Bürolager und Serverraum. Dafür investiert die Firma zirka sechs Millionen Euro, wie Geschäftsführer Thomas Guglhör beim offiziellen Spatenstich erwähnte.

Die Bauzeit erstreckt sich von Juli 2018 bis in den Herbst 2019, erklärten Geschäftsführer Guglhör, ept-Gebäudemanager Heinz Pichler und Architekt Siegfried Bommersbach (Schongau) vor Ort beim Spatenstich. Der Erweiterungsbau ist nicht eine einzige große Halle; es handelt sich vielmehr um einen Komplex mit drei Baukörpern.

Zweimal geändert

Die ersten Überlegungen, im Hauptwerk in Peiting zu vergrößern, liegen zwei Jahre zurück. Innerhalb des Planungszeitraumes 2016/2017 wurden die Entwürfe laut Thomas Guglhör zweimal abgeändert – bedingt durch die anhaltend gute Auftragslage des Unternehmens mit deutlichen Steigerungen in der Produktion.

Das Genehmigungsverfahren zog sich in die Länge. Laut Bayerischer Bauordnung dürfen nur 80 Prozent der Grundstücksfläche versiegelt werden; diesen Wert hatte ept mit den Planungen minimal überschritten. Dazu bedurfte es vieler Gespräche. Zudem wurde ein Brandschutzkonzept für alle Gebäude des Peitinger ept-Werks erstellt.

Bürgermeister Michael Asam sagte beim symbolischen Spatenstich, er habe „Bauchgrimmen“ gehabt wegen der langwierigen behördlichen Prüfungen. Umso mehr freue er sich nun, dass es endlich losgehen könne. Besonders hob Asam hervor, dass ept ein Familienbetrieb sei. Dies zeigte sich auch daran, dass die Eltern des Geschäftsführers, Bernhard und Magdalena Guglhör, beim Spatenstich dabei waren.

Die Firma ept produziert Leiterplatten für Steckverbinder. Ungefähr zwei Drittel des Umsatzes (2017 waren es 132 Millionen Euro in allen Werken) werden im Bereich der Automobilindustrie erzielt. Ein Drittel resultiert aus der Sparte Industrie und Kommunikation, ein kleiner Anteil sind Kunden aus dem Bereich Werkzeuge und Verarbeitungsmaschinen.

Die Erweiterung in Peiting, seit 1979 der Hauptsitz des Unternehmens, ist eingebettet in ein Paket zahlreicher Investitionen an mehreren Standorten. Das Stammwerk in Buching wurde letztes Jahr um 2.500 Quadratmeter erweitert. In Tschechien erfolgte 2017 in Habartov bei Karlsbad ebenso ein Neubau wie im Werk im Virginia in den USA. Bei ept in Peiting sind es mittlerweile 525 Mitarbeiter, am Stammwerk in Buching sind es 120 Beschäftigte, und weltweit sind es 1.200 Mitarbeiter.

Parkplatz auf der anderen Straßenseite

Der bisherige Mitarbeiterparkplatz mit den 90 Stellflächen vor der 2001 bis 2003 errichteten Fertigungshalle wird auf eine von der Gemeinde Peiting angepachtete Fläche verlegt, die sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet. Zudem ist es notwendig, den Mitarbeitereingang zu verlegen. Er kommt auf die westliche Gebäudeseite an die Pürschlingstraße.

Der Anbau wird behindertengerecht ausgeführt. Er ist somit komplett schwellenlos; auch wird ein Aufzug eingebaut. Bereits in Planung sind außerdem eine neue Lkw-Dockingstation sowie die Erweiterung der aktuell drei­spurigen Bandgalvanik.

Johannes Jais

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