Neue Erkenntnisse

Patronen auf dem Spielplatz

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Mittlerweile hat die Polizei fast alle Beteiligten befragt.

Schongau – Mit Nägeln auf andere Kinder geschossen und mit Küchenmessern bedroht – das sollen sich zwei Jungen am vergangenen Mittwoch auf dem Spielplatz an der Hörnlestraße geleistet haben. Nachdem die Polizei fast alle Beteiligten zu dem Vorfall befragt hat, ist nun klar: Bedroht wurde offenbar niemand, geschossen haben die Kinder aber tatsächlich.

Ein Facebook-Post in der Gruppe „Du kommst aus Schongau, wenn...“ hat in der vergangenen Woche für Aufregung gesorgt. Eine Mutter berichtete dort, dass ihre Tochter beobachtet habe, wie zwei Jungs mit Küchenmessern einen dritten bedrohten. Mit echt aussehenden Waffen, die sie mit Nägeln bestückt haben, hätten sie außerdem auf das Klettergerüst geschossen. In der Schongauer Polizeiinspektion habe man sie wieder weggeschickt, als sie den Vorfall melden wollte.

Polizeihauptkommissar Herbert Kieweg stellt klar: „Wir nehmen so etwas natürlich ernst. Noch am gleichen Abend wurde das erste Kind befragt.“ Dabei habe sich nicht bestätigt, dass jemand mit einem Messer konkret bedroht wurde. „Die Kinder haben es wohl hergezeigt“, sagt Kieweg. Bestätigt hat sich allerdings, dass mit sogenannten Nerf-Plastikpatronen geschossen wurde, in die zuvor Pinnwand-Nadeln gesteckt wurden. „Ein Kind wurde am Bauch getroffen“, so der Polizeihauptkommissar. Die Kinder sind alle im Alter zwischen acht und elf Jahren und damit strafunmündig. Im Falle des Geschosses liegt aber eine Straftat vor und das Jugendamt wird informiert.

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