Nach erneutem Zugunfall:

"Hätte vermieden werden können"

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Nicht nur der UPM-Bahnübergang soll beschrankt werden, sondern auch die beiden anderen Übergänge in Schongau, so der Wunsch der Stadt.

Schongau – Es war das zweite Mal innerhalb weniger Monate: Am unbeschrankten Bahnübergang bei der Papierfa­brik UPM kommt es am Dienstag zum Zusammenstoß eines Zuges mit einem Lastwagen. Welche Maßnahmen nun ergriffen werden sollen, darüber berieten Polizei, Feuerwehr, Vertreter der Firma UPM und der Stadt bereits einen Tag nach dem Unglück.

In den letzten Jahren habe es – bis auf den Zusammenstoß im September und am vergangenen Dienstag – keinerlei Unfälle an den drei unbeschrankten Bahnübergängen gegeben, so die Aussage der Schongauer Polizei. „Damit liegt auch kein Unfallschwerpunkt an dieser Stelle vor“, erklärt Bürgermeister Falk Sluyterman auf Nachfrage. Obwohl Beinahe-Unfälle natürlich nicht in der Statistik aufgeführt seien.

Dass etwas passieren muss, darüber herrscht offenbar Einigkeit. Einige Sofortmaßnahmen sollen ergriffen werden. So habe die Firma UPM zugesagt, ihre Speditionen über die gefährliche Zufahrt zur Fabrik zu informieren. Als nächsten Schritt wird die Stadt die Haltemarkierung vor dem Übergang erneuern. Außerdem müsse geklärt werden, ob der Bewuchs entlang der Gleise – konkret seien es zwei Bäume – die Sicht des Lokführers einschränke, erklärt Sluyterman. Großes Ziel sei aber, dass alle drei Übergänge beschrankt werden. Deshalb wird die Stadt nun diesbezüglich an die Bahn herantreten. „Aus unserer Sicht hätte der Unfall mit einer Beschrankung vermieden werden können“, sagt der Rathaus­chef.

Astrid Neumann

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