Gewerbegebiet Dießener Straße

Mit Lichtgeschwindigkeit ins Internet

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Bürgermeister Falk Sluyterman (Mitte) unterschrieb im Beisein der Telekom-Vertreter Ralf Niepel (li.) und Klaus Dieter Strauß (re.) sowie Stadtbauamtsmitarbeiter Martin Blockhaus und Wirtschaftsföderin Yvonne Voigt (hinten) den Vertrag über den Breitbandausbau.

Schongau – Fast genau vor einem Jahr ging es im Bauausschuss um den Ausbau des schnellen Internet in Schongau. Jetzt hat Bürgermeister Falk Sluyterman für das Gewerbegebiet Dießener Straße den Vertrag über den Netzausbau unterzeichnet. Bis Dezember 2016 will die Telekom die dort befindlichen 65 Haushalte mit Glasfaseranschlüssen ausstatten und so Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 200 Megabit pro Sekunde ermöglichen.

Wer heutzutage einen Standort für sein Unternehmen sucht, der dürfte bei der Auswahl neben der Lage als erstes auf die Internetversorgung achten. Längst ist das World Wide Web zu einem der wichtigsten Standortfaktoren geworden. Firmen sind angewiesen auf schnelle Leitungen, weil immer mehr Dienstleistungen und tägliche Arbeiten über den Onlineweg abgewickelt werden.

Im ältesten Gewerbegebiet der Stadt an der Dießener Straße häuften sich deshalb die Beschwerden bei der Stadt. Viele Unternehmer hätten sich bei ihm über die langsame Internetverbindung beklagt, sagte Bürgermeister Falk Sluyterman.

Damit soll spätestens im Dezember 2016 Schluss sein. Bis dahin will die Telekom das Gewerbegebiet mit Glasfaserleitungen versorgen. Anders als die herkömmlichen Kupferleitungen ermöglicht die modernere Technik, bei der die Signale optisch übertragen werden, deutlich höhere Bandbreiten. Bis zu 200 Megabit pro Sekunde beim Download und 100 Mbit/s beim Hochladen seien so möglich, erläuterte Ralf Niepel, kommunaler Ansprechpartner für den Breitbandausbau bei der Telekom.

Rund drei Kilometer Kabel werden dafür in den nächsten zwölf Monaten verlegt. Damit die Telekom das Glasfasernetz ausbauen kann, müssen auch die Immobilienbesitzer mitmachen. Da jedes Haus eigens angeschlossen werde, brauche man die Einverständniserklärung des Eigentümers, so Niepel.

Die Gesamtkosten für den Ausbau betragen laut Bauamtsmitarbeiter Martin Blockhaus rund 104000 Euro, 60 Prozent gibt es vom Freistaat als Förderung zurück. Den entsprechenden Bescheid bekam Blockhaus jüngst in München persönlich von Finanzminister Markus Söder überreicht. Auch Wirtschaftsförderin Yvonne Voigt begrüßte den Ausbau. Er sei eine „wichtige Voraussetzung für die strukturelle Erneuerung des alten Gewerbegebiets“, betonte sie.

Mit der Anbindung der Dießener Straße verschwindet ein weißer Fleck auf der Breitbandlandkarte der Lechstadt. Weitere sollen folgen. Schon vor einem Jahr hatte es im Bauausschuss geheißen, dass die Telekom von sich aus die bislang unterversorgten Gebiete im Schongauer Norden, in der Lechvorstadt und rund ums Schulzentrum bis 2017 ausbauen werde. Das bestätigte nun noch einmal Niepel.

Kleiner Wermutstropfen: Statt teure Glasfaserleitungen wie im Gewerbegebiet an der Dießener Straße bis zum Endkunden zu verlegen, schließt das Unternehmen nur die Vermittlungsstellen und Verteilerkästen an die neue Technik an und setzt auf der letzten Meile auf VDSL über das Kupferkabel. So lassen sich dank dem Datenturbo Vectoring immerhin bis zu 100 Megabit pro Sekunde erreichen. „Wir sind damit für die Zukunft und eine spätere Erweiterung gerüstet“, sagte Niepel.

Christoph Peters

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