Glasfaser bis ans Rathaus

Stadt Schongau setzt auf neue Breitband-Förderrichtlinien

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Mit dem Glasfaseranschluss des Rathauses erhofft sich die Stadtverwaltung Synergieeffekte.

Schongau – Die Stadt will das Rathaus mit einem Glasfaser­anschluss ausstatten. Das erläuterte Breitband-Pate Martin Blockhaus in der Sitzung des Bauausschusses am vergangenen Dienstag. Damit erhofft man sich Synergieeffekte, damit in der Altstadt weitere Anschlüsse wirtschaftlich angeboten werden können. Außerdem will man an die Fördertöpfe, die sich aus der neuen bayerischen Gigabitrichtlinie ergeben.

Die Anforderung an eine „Digitale Verwaltung“ werden immer größer, schnelles Internet im Rathaus ist daher unerlässlich. Das ist allerdings nur ein Grund, warum sich die Stadt nun dazu entschieden hat, einen Glasfaser­anschluss ins Rathaus zu legen. Vor allem, so Stadtbaumeister Sebastian Dietrich, hofft man hier einen Impuls zu geben hinsichtlich des weiteren Ausbaus in der Altstadt. „Die Telekom hat nicht vor, die Altstadt ans Glasfasernetz anzuschließen“, macht Blockhaus deutlich. Daher habe man sich nun für diesen Schritt entschieden.

Im vergangenen Jahr wurde die Grund- und Mittelschule zudem ans Glasfasernetz angeschlossen. Aufgrund einer Erweiterung der Richtlinie zur Förderung von Glasfaseranschlüssen und WLAN können nun auch Rathäuser in die Förderung eingeschlossen werden, erklärte Breitband-Pate Blockhaus. Im Rahmen der Planung für einen Anschluss des Rathauses wurden durchschnittliche Kosten in Höhe von rund 29.643 Euro ermittelt. Nach Abzug der Förderung beträgt der Eigenanteil der Stadt 5.929 Euro bei Anschluss an das bayerische Behördennetz, erklärte Blockhaus.

Außerdem schlug der Breitband-Pate im Bauausschuss vor, den Breitbandausbau nach der Breitbandrichtlinie nicht weiterzuverfolgen, sondern in den Breitbandausbau gemäß der neuen Gigabitrichtlinie einzusteigen. Diese ist am 2. März 2020 in Kraft getreten. Sie biete deutlich bessere Fördervoraussetzungen und eine höhere Förderquote als die alte bayerische Breitbandrichtlinie. Nach ersten Einschätzungen des Beratungsbüros könnten statt der bisher 38 Anschlüsse nun 256 Adressen mit Glasfaser ausgebaut werden – und das mit einer Förderung mit bis zu 80 Prozent, so Blockhaus. Die Zustimmung dazu fiel im Bauausschuss einstimmig. 

asn

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