Stadt Schongau zeichnet verdiente Persönlichkeiten aus

Ehrenring für Blüml, Ehrenzeichen für Frömmrich

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Von Bürgermeister Falk Sluyterman erhielt Peter Blüml Urkunde und den Goldenen Ehrenring, für seine Fau Rita gab’s einen Blumenstrauß.

Schongau – 30 Jahre saß Peter Blüml für die CSU im Schongauer Stadtrat, ehe er heuer aus gesundheitlichen Gründen sein Amt niederlegen musste. In der jüngsten Stadtratssitzung stand Blüml aber noch einmal im Mittelpunkt, als er den Goldenen Ehrenring der Stadt erhielt. Ebenfalls ausgezeichnet wurde Walter Frömmrich. Er bekam die silberne Ehrenmedaille für seine Verdienste um das THW.

Mindestens drei Wahlperioden im Stadtrat sind Voraussetzung, um für den goldenen Ehrenring vorgeschlagen werden zu können. „Das haben Sie locker erfüllt“, stellte Bürgermeister Falk Sluyterman in seiner Laudatio für Peter Blüml fest. Ganze sechs Mal war der CSU-Politiker in das Gremium gewählt worden, das erste Mal 1984. „Da war ich gerade einmal 14 Jahre alt“, verglich das Stadtoberhaupt. 

In dieser Zeit hatte Blüml zahlreiche Ämter inne gehabt, allein 18 Jahre war er Fraktionsvorsitzender seiner Partei gewesen. Sluyterman lobte Blüml als Politiker, der in allen Diskussionen stets um konstruktive Vorschläge bemüht gewesen sei und dabei auch immer „eine Prise Humor“ in die Runde gebracht habe. 

Den Beweis trat der CSU-Politiker stante pede an. „Da das heute meine letzte Rede hier ist, werde ich das ausnutzen, denn ich bin ja in all diesen Jahren nur selten zu Wort gekommen“, scherzte Blüml. Er bedankte sich für die Ehrung und lobenden Worte. Leicht sei ihm die Entscheidung, auf das Amt zu verzichten, nicht gefallen, gab er zu. „Ich höre nicht gern auf.“ 

THW-Chef Walter Frömmrich freute sich über die silberne Ehrenmedaille. Auch für seine Frau Ina hatte Sluyterman ein passendes Präsent parat.

Er lieferte auch gleich eine Begründung, die Bürgermeister und seine früheren Kollegen gerne gehört haben dürften. „Ich habe das Gefühl, dass Probleme zur Zeit schnell angepackt und nichts auf die lange Bank geschoben wird.“ Und selbst im Zeichen des Abschieds kam bei Blüml noch einmal ganz der Politiker durch, als er den Stadträten gleich mehrere Wünsche mit auf den Weg gab. 

Sie sollten „offen diskutieren“ und Schongau weiter nach vorn bringen. „Vergesst mir die Altstadt nicht“, appellierte er, mahnte aber gleichzeitig zur Sparsamkeit. „Versucht mit den vorhandenen Mitteln auszukommen“, auch wenn man dafür auf große Projekte verzichten müsse. Zum Schluss kündigte Blüml an, der Lokalpolitik auch in Zukunft erhalten bleiben zu wollen. Ideen habe er noch genug.

Auch bei Walter Frömmrich ist kein Ende in Sicht. Gerade erst wurde der Stadtwerke-Chef als Ortsbeauftragte des THW wiedergewählt – ein Posten, den er jetzt seit 1984 inne hat. „Damals waren Sie der jüngste in ganz Bayern, heute sind Sie der Dienstälteste“, stellte Bürgermeister Falk Sluyterman fest, als er Frömmrich die silberne Ehrenmedaille für seine Verdienste um das THW überreichte. 

Kurz zeichnete das Stadtoberhaupt die schillernde Karriere des Ortsbeauftragten nach, der 1972 zum Technischen Hilfswerk stieß. Fluteinsätze in Deutschland und Südfrankreich, Zugunglücke: Viel hat Frömmrich erlebt und dafür bereits unzählige Auszeichnungen bekommen. 

Dennoch sei eine Ehrung wie diese nicht selbstverständlich, betonte der THW-Chef, der sich bei seinen Helfern bedankte. „Ohne sie würde ich hier nicht stehen.“ Frömmrich nutzte die Gelegenheit, um auf die schwierige Nachwuchslage aufmerksam zu machen. „Gerade ab 18 fehlt es“, sagte er. Wer Interesse habe, sei willkommen. „Wir bringen jedem, das bei, was er braucht.“

Christoph Peters

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